Am 13. März beginnen die Dreharbeiten zu Vivienne Aubrys Kurzfilm „Honest Liar“. © Vivienne Aubry
Ruhrakademie Schwerte

Studentin (23) der Ruhrakademie dreht in Schwerte für eigenen Kurzfilm

Vivienne Aubry (23) ist Studentin an der Ruhrakademie in Schwerte und arbeitet an ihrem ersten eigenen Film. „Honest Liar“ erzählt eine wahre Geschichte. Für die Verfilmung dreht sie auch in Schwerte.

Die gebürtige Nürnbergerin Vivienne Aubry (23) ist Studentin für Film-Regie an der Ruhrakademie in Schwerte. Für ihr Vor-Diplom arbeitet sie gerade an ihrem ersten 15-minütigen Kurzfilm.

Eigentlich sollte Vivienne Aubrys erster eigener Kurzfilm schon im letzten Jahr gedreht werden. Kurz vor Start der Dreharbeiten machte ihr aber der erste Lockdown einen Strich durch die Rechnung. Umso mehr freut sich dich junge Regisseurin, am 13. März endlich die Arbeit für ihr Projekt aufnehmen zu können.

„Honest Liar“ ist eine wahre Geschichte

Die Geschichte, die Aubrys Kurzfilm erzählt, basiert auf einer wahren Geschichte aus ihrer Heimat. Der junge Louis kommt aus einem komplizierten Elternhaus. Im Alter von 18 Jahren entwickelt er eine pseudologische Störung. Die Krankheit lässt ihn glauben, Mitglied der Mafia-Gang „Devil Valets“ zu sein. Louis verstrickt sich immer mehr in seine Lügenwelt, bis bald niemand mehr zwischen Wahrheit und Lüge unterscheiden kann.

„Die Namen und manche Details sind abgeändert“, erklärt Vivienne Aubry. „Die Geschichte ist allerdings wahr und so in einer befreundeten Familie meiner Eltern passiert.“ Das Syndrom des Jungen, der im Film Louis genannt wird, ging so weit, dass er sich Verletzungen zuzog und seinem Umfeld erklärte, eine verfeindete Gang habe in angegriffen.

Vivienne Aubry ist Studentin an der Ruhrakademie.
Vivienne Aubry ist Studentin an der Ruhrakademie. © Vivienne Aubry © Vivienne Aubry

„Er schaffte es, die Lügen so detailliert und glaubwürdig zu erzählen, dass selbst seine Eltern ihm die Mafia-Geschichten glaubten“, berichtet die 23-Jährige. So kam es auch zum Titel des Kurzfilms „Honest Liar“, da der junge Louis sich selbst einbildete, Teil einer Bande zu sein.

Eigenes Crowdfunding für die Dreharbeiten

Nachdem die Dreharbeiten wegen des ersten Lockdowns nicht stattfinden konnten, geht es nun vom 13. bis zum 19. März in den zweiten Versuch. Gedreht wird im Raum Köln, aber auch direkt an der Ruhrakademie in Schwerte. „Wir wollen an der Ruhrakademie die Therapie-Szenen von Louis drehen“, sagt die junge Regisseurin. „Sie sollen die bizarre Geschichte für den Zuschauer entwirren.“

Das Budget für Vivienne Aubrys ersten eigenen Kurzfilm liegt bei etwa 3000 Euro. Darunter fallen Kosten für Fahrt, Equipment, Übernachtungen, Catering und vieles mehr. 2000 Euro seien mittlerweile zusammengekommen. Für den offenen Restbetrag gibt es eine Crowdfunding-Seite des Kurzfilms, über die Unterstützer Geld für die anstehenden Dreharbeiten spenden können.

Die Abgabe des Projekts ist Mitte April, aber Vivienne Aubry hat darüber hinaus schon andere Pläne für „Honest Liar“. „Ich möchte den fertigen Film auf jeden Fall bei nationalen und internationalen Filmfestivals einreichen.“

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Student für Sozialwissenschaft und Philosophie – gebürtiger Schwerter und Wahl-Dortmunder. Immer interessiert an Menschen aus dem Ruhrgebiet und ihren Geschichten.
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Felix Mühlbauer

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