Sup Peiter: Politiker-Stau vor dem Ofen des Nachbarschaftsgerichtes

WESTHOFEN Wenn einer mit 15 Jahren dem Spielmannszug beitrat, jetzt 60-jährige Mitgliedschaft feiert, jüngst aber erst 73 wurde, dann ist das ein Fall für den Schräpper. Die Ankläger des traditionellen Nachbarschaftsgerichts in Westhofen hatten am Samstag bei Sup Peiter wieder alle Hände voll zu tun. Auch mit Politikern.

von Heiko Mühlbauer

, 01.03.2009, 16:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sup Peiter: Politiker-Stau vor dem Ofen des Nachbarschaftsgerichtes

Der Oberschräpper der Westlichen: Udo Voigt.

Bei den Westlichen, im evangelischen Gemeindehaus, waren es Bürgermeister Heinrich Böckelühr und sein Stellvertreter Rudi Pohl, die sich vor dem Bullerofen für ihre Missetaten im vergangenen Jahr zu verantworten hatten. Für ein saftiges "Winngeld", also eine finanzielle Entschädigung, wurden sie vom Gericht entlassen. Bei der Niedersten Nachbarschaft, im Feuerwehrgerätehaus, nahmen SPD-Bürgermeister Kandidat Dirk Kienitz und Landtagsabgeordneter Wolfram Kuschke auf dem heißen Stuhl Platz. Und bei den östlichen im katholischen Pfarrheim waren es der Bundestagsabgeordneter Hubert Hüppe und der neue SPD-Bundestagskandidat Oliver Kaczmarek, die vom Gästetisch aus vor den heißen Ofen gezerrt wurden.

Viel hatten die Nachbarn aber auch untereinander zu klären. Zum Beispiel die Frage, warum ausgerechnet der Schräpperweg, an dem Ex-Oberschräpper Lothar Meißgeier wohnt, den besten Straßenbelag in ganz Westhofen aufweist.

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