Das Amtsgericht Schwerte stellte den Prozess ein. © picture alliance/dpa (Symbolbild)
Körperverletzung

Täter tauchte unter, Opfer ohne Erinnerung: Amtsgericht stellt Prozess ein

Er soll einen Mann in der Gaststätte „Keule“ geschlagen, getreten und schwer verletzt haben. Lange war der Angeklagte (30) aus Schwerte untergetaucht. Vor Gericht dann die überraschende Wendung.

Lange Zeit war er untergetaucht und für die Justiz unauffindbar. Doch nun musste der 30-jährige Schwerter doch auf der Anklagebank des Amtsgerichts Schwerte Platz nehmen, um sich wegen gefährlicher Körperverletzung zu verantworten.

Im März 2017 soll er einen anderen Mann in der Gaststätte Keule in Schwerte nach einem verbalen Streit Faustschläge gegen Gesicht und Brust sowie einen Tritt gegen das Knie verpasst haben. Anschließend soll er dem am Boden Liegenden gegen den Kopf getreten haben. Ergebnis: eine leichte Gehirnerschütterung, Probleme beim Laufen und Schwellungen.

Mit dem Opfer befreundet

„So wie das vorgeworfen wird, ist das garantiert nicht geschehen“, erklärte der Angeklagte im Gericht. Lediglich eine Ohrfeige räumte er ein. Inzwischen sei das aber alles geklärt. „Wir sind sehr gut befreundet“, beschrieb der 30-Jährige das heutige Verhältnis zum Geschädigten.

Das konnte der Geschädigte im Zeugenstand bestätigen. Erinnerungen an den damaligen Vorfall habe er kaum noch: „Erst war es verbal, dann wurde es körperlich.“ Mehr könnte er nicht wiedergeben. Und: „Wir haben das geklärt.“

Die Frage, ob er noch ein Interesse an der Strafverfolgung hätte, verneinte der Zeuge. Und so endete der Prozess mit einer Einstellung.

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