Die Kitas gehen ab dem 7. Juni wieder in den Regelbetrieb. © picture alliance/dpa
Kitaöffnungen

„Testen, testen, testen“: Am 7. Juni beginnt der Regelbetrieb in Kitas

Ab dem 7. Juni haben alle Kinder wieder uneingeschränkten Betreuungsanspruch „im vertraglich vereinbarten Betreuungsumfang“, wie es vom Land NRW heißt. Das gilt auch für Schwerte.

Die Kindertageseinrichtungen in Schwerte werden ab dem 7. Juni wieder uneingeschränkt öffnen. NRW-Familienminister Joachim Stamp hatte den Wechsel vom eingeschränkten in den normalen Regelbetrieb mit NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann vor wenigen Tagen angekündigt.

Derzeit sind die Kindertageseinrichtungen in NRW zwar schon wieder geöffnet, aber die Eltern können das Angebot wegen der Pandemie nur minus zehn ihrer gebuchten Stunden in Anspruch nehmen. Ab dem 7. Juni kehrt die Kindertagesbetreuung in den „Regelbetrieb“ zurück.

„Viele Vokabeln gelernt“

„Zu Corona-Zeiten haben wir ja viele Vokabeln gelernt. Notbetreuung etwa, oder eingeschränkter Regelbetrieb. Ab dem 7. Juni ist wieder alles möglich“, sagt Andreas Pap, Leiter des Schwerter Jugendamtes.

Dann haben laut Landesregierung wieder alle Kinder einen „uneingeschränkten Betreuungsanspruch“, und pädagogische Konzepte können „vollumfänglich“ umgesetzt werden.

Was auch bedeutet, dass es in Kitas keine strikte Gruppentrennung mehr geben wird. „Der volle Zugang zu den Gruppen wird gewährt, weil die Gruppen zu den Randzeiten gemischt werden müssen. Sonst ist nicht genügend Personal da“, erklärt Andreas Pap.

Lolli-Tests ersetzen herkömmliche Testkits

Den Einrichtungen werden weiterhin landesweit zwei Corona-Testkits pro Woche pro Kind und Mitarbeiter zur Verfügung gestellt. Der Jugendamtsleiter betont: „Es wird getestet, getestet, getestet.“

Andreas Pap, städtischer Bereichsleiter für Jugend und Familie in Schwerte.
Andreas Pap, städtischer Bereichsleiter für Jugend und Familie in Schwerte. © Foto Archiv © Foto Archiv

Allerdings besteht in den Kitas keine Testpflicht. Die Testkits für die Kinder werden ab sofort durch die kinderfreundlicheren „Lolli“-Tests ersetzt, die die Eltern zu Hause anwenden. Andreas Pap hofft darauf, dass möglichst viele Eltern im Sinne der sozialen Verantwortung diese Tests auch durchführen.

„Es ist schön für die Eltern, dass es in den Kitas wieder ein Regelangebot gibt“, sagt der Jugendamtsleiter. Im Mai und Juni bleiben gleichzeitig die Beiträge für Kitas und OGS ausgesetzt.

Vorsicht bei steigender Inzidenz

Familienminister Joachim Stamp betont: „Es ist notwendig und angemessen, den Kindern ihren Alltag, ihre Kontakte und umfassende Bildung in der Kindertagesbetreuung wieder zu ermöglichen.“ Sein Dank gelte den Beschäftigten der Einrichtungen.

Sollte die Inzidenz des Kreises Unna wieder steigen, behält sich das Land vor, Betreuungszeiten wieder einzuschränken. Die Regelungen der Notbremse besagen: Bei einer Inzidenz von 165 an drei aufeinanderfolgenden Tagen gilt ab dem übernächsten Tag wieder die gelernte Vokabel der „bedarfsorientierten Notbetreuung“.

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