Theaterprojekt zum Thema rassistische Gewalt

Realschule am Stadtpark

SCHWERTE Die ganze Woche über haben sich die Zehntklässler der Realschule am Stadtpark mit rassistischen Gewalttaten beschäftigt. Den Abschluss der Projekttage bildete gestern der Besuch eines Theaterstücks, das den Brandanschlag in Solingen 1993 thematisiert.

von Von Jan Ole Niermann

, 09.10.2009, 14:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Theaterprojekt zum Thema rassistische Gewalt

„Wir haben das Stück ausgewählt, weil es ein Symbol für fremdenfeindliche Übergriffe ist. Der Fall ist sehr aktuell, obwohl er schon 16 Jahre her ist“, sagt Lehrerin Kerstin Tapken. Zwei Tage lang bereitete sie die Schüler mit ihren Kollegen vor. Thematisiert wurden unter anderem der Anschlag in Solingen, rassistische Übergriffe in der jüngsten Zeit und Rassismus im Schulalltag. „Wir hoffen, dass wir die Schüler sensibilisiert haben für die rassistischen Übergriffe“, so Tapken. Lena Schulte aus der 10a haben die Projekttage und auch das Theaterstück gut gefallen: „Ich habe gelernt, dass wir Ausländer genauso behandeln sollten, wie wir uns untereinander auch behandeln.“

Einen Teil dazu beigetragen hat die eindrucksvolle Darstellung von Matthias Hecht. Über eine Stunde erweckte er Alis Erinnerungen auf der Bühne zum Leben. Mal traurig, mal lustig. Besonders Alis Bestürzung als er zu seinem brennenden Haus kommt, faszinierte die Schüler - Hecht übergoß sich mit Streichhölzern, zündete einzelne Hölzer an und schilderte sich um die eigene Achse drehend Alis Empfindungen. Nach dem Stück konnten die Schüler Fragen an Hecht stellen. Der Schauspieler auf der Bühne gestand, dass es für ihn eine neue Erfahrung war, vor so vielen Schülern zu spielen: „Es gab Lacher an Stellen, an denen man lachen darf. Das zeigt, dass ihr noch folgen konntet, auch wenn es lang war.“ K jon

Lesen Sie jetzt