Tierheim und Hospiz erben Erlös von Hausverkauf

Geldregen

Der letzte Wille des Ehepaars Diller ist erfüllt: Tierschutzverein und Hospizinitiative teilen sich den Verkaufserlös des Wohnhauses an der Graf-Adolf-Straße 27. Der Tierschutzverein will damit seinen Um- und Neubau finanzieren.

SCHWERTE

von Von Reinhard Schmitz

, 18.04.2011, 21:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
<p>Tierschutzverein und Hospizinitiative teilen sich nach dem Willen der Erblasser den Erlös aus dem Verkauf des Hauses Graf-Adolf-Straße 27. <p></p> Foto: Schmitz</p>

<p>Tierschutzverein und Hospizinitiative teilen sich nach dem Willen der Erblasser den Erlös aus dem Verkauf des Hauses Graf-Adolf-Straße 27. <p></p> Foto: Schmitz</p>

"Es ist alles in trockenen Tüchern", bestätigt Tierschutzvereins-Vorsitzender Dr. Stefan Wolf. Ende vergangener Woche sei der Vertrag beim Notar unterzeichnet worden.Käufer übernimmt Haus im August

Käufer ist ein Schwerter, dessen Name ungenannt bleiben soll. Es ist vorgesehen, dass er das Objekt im August übernimmt. Stillschweigen wurde laut Dr. Wolf auch über den Preis vereinbart. Im Exposé war das zweigeschossige Gebäude für 320.000 Euro angeboten worden. Der Rest blieb dem Verhandlungsgeschick überlassen.

Zu einem Abschluss kamen damit die Bemühungen um die Verwertung des 860-Quadratmeter-Grundstücks des verstorbenen Ehepaars Hildegard und Hans Diller. Da die beiden kinderlos blieben, hatten sie im gemeinsamen Testament verfügt, dass alle Hinterlassenschaften dem Tierschutzverein und dem Hospiz zu Gute kommen sollten.

Schon Ende 2009 war ihr Haus-Inventar unter den Hammer gekommen. Die Versteigerung hatte den Erben rund 12.000 Euro eingebracht.Verkauf zog sich hin

Der Verkauf des Wohngebäudes zog sich dagegen fast zwei Jahre hin. "Es gab mehrere Interessenten, die kurz vorher immer abgesprungen sind", berichtet Dr. Wolf. Umso mehr kann er sich jetzt über den warmen Geldregen in der Kasse des Tierschutzvereins freuen. Schließlich steht der Um- und Neubau des Tierheims in Westhofen vor der Tür. Nach Abschluss der Planungsphase soll die Maßnahme im Mai/Juni starten. Neben der Vergrößerung entsteht dabei vor allem die dringend benötigte Isolierstation für neu aufgenommene Katzen.Weitere Erbschaft

"Zweiter Grundstock für die Arbeiten ist eine Erbschaft von Frau Röttger-Rath, die wir vor Jahren gemacht haben", freut sich Dr. Wolf. Die restliche Summe - "ein paar zehntausend Euro" - muss durch Aktionen wie beispielsweise ein Baustein-Verkauf aufgebracht werden.

Mit dem Verweis auf ein Stillschweige-Abkommen wollte das Hospiz noch nicht verraten, zu welchem Zweck es seinen Teil der Erbschaft einsetzt. "Wir erklären dazu nichts", sagte Dr. Ludger Wolfgart. Allerdings steht auch im Ilse-Maria-Wuttke-Haus am Schwerter Wald demnächst ein Umbau an. 

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