Selbsttest im Video: Einmal mit der Fahrradrikscha durch Schwerte

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Wer in den letzten Tagen in der Innenstadt war, dem ist Tina Fellers Fahrradrikscha schon aufgefallen. Aber wie funktioniert’s? Unser Autor ließ sich im Test durch die Stadt kutschieren.

Schwerte

, 07.06.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer in den letzten Tagen durch die Schwerter Innenstadt gelaufen ist, dem ist Tina Fellers Rikscha wohl schon aufgefallen. Mit ihrer Idee eines Rikscha-Services bringt die Schwerterin ein wenig asiatisches Flair an die Ruhr. Unser Autor nutze die Chance für einen Selbsttest:

Einige Fragen im Vorfeld

Eine Fahrt mit der Fahrradrikscha durch Schwerte klingt zunächst sehr interessant. Dennoch stellte ich mir vor der Fahrt einige Fragen. Ist die Fahrt mit der Fahrradrikscha in Zeiten von Corona-Maßnahmen hygienisch sicher? Wie reagieren die Passanten, wenn eine Rikscha an ihnen vorbeifährt? Zudem löst die Vorstellung, mich auf einem Fahrrad kutschieren zu lassen, etwas Unbehagen aus.

Mit der Fahrradrikscha fährt Tina Fellers ihre Kunden durch Schwerte.

Mit der Fahrradrikscha fährt Tina Fellers ihre Kunden durch Schwerte. © Reinhard Schmitz

Tina Fellers und ich trafen uns an einem sonnigen Vormittag vor der Pannekaukenfrau am Cava-dei-Tirreni-Platz. Wer Tina Fellers Dienste spontan in Anspruch nehmen möchte, hat hier oder am Postplatz die besten Chancen. Nach einem kurzen Gespräch nahm ich Platz auf der bequemen schwarzen Lederbank und machte mich bereit für die Fahrt.

Meine Hygienebedenken waren schnell über Bord geworfen. Ich hatte für alle Fälle zwar einen Mund- und Nasenschutz dabei, konnte den aber guten Gewissens in der Tasche lassen. Vor der Fahrt ließ Tina Fellers nämlich ein Plastikverdeck herunter, dass mich und sie während der gesamten Fahrt voneinander trennte.

Sonne im Gesicht und Fahrtwind im Haar

Auf dem Weg Richtung Altstadt wurde die Rikscha sofort zum Blickfang für die Passanten, die gerade mit Obst und Gemüse vom Markt kamen. Bei den meisten schlug das Staunen schnell in ein Lächeln um, als wir an ihnen vorbei fuhren. Mit Sonne im Gesicht und Fahrtwind im Haar ging es dann in beeindruckendem Tempo Richtung Wassermühle.

Die Fahrradrikscha von Tina Fellers kann man auch vorbestellen.

Die Fahrradrikscha von Tina Fellers kann man auch vorbestellen. © Reinhard Schmitz

Auf der Fahrt erinnerte ich mich an eine Taxifahrt ein paar Tage zuvor. Durch die Hygienemaßnahmen während der Corona-Pandemie war ich froh, als ich am Ziel war und wieder aussteigen konnte. Entgegen meiner Bedenken war die Fahrt in der Fahrradrikscha dagegen überraschend angenehm. Das lag wohl vor allem an Tina Fellers Enthusiasmus. Man merkte an ihrem breitem Lächeln während der gesamten Fahrt, dass der Service ihr Spaß macht.

In der Altstadt berichtet sie, dass sie momentan viel über die Plätze in Schwerte und deren Geschichte lernt. Dann könne sie ihren Passagieren in Zukunft auf Spazierfahrten auch die Stadthistorie näher bringen.

Gemütlich und familiär

Von der Altstadt ging es dann wieder zurück zum Cava-dei-Tirreni-Platz. Ein wenig schade war es schon, dass die kurze Fahrt schon wieder vorbei war. Ich hätte mich gerne noch ein wenig länger durch die Stadt kutschieren lassen.

Meine anfänglichen Bedenken waren aus dem Weg geräumt. Der Sicherheitsabstand war durch das Plastikverdeck jederzeit geboten. Nachdem ich ausgestiegen war, desinfizierte Tina Fellers dazu sofort die Rikscha für die nächsten Gäste.

Video
Mit der Fahrradrikscha durch Schwerte

Die Passanten reagierten durchweg freudig auf das außergewöhnliche Gefährt.

Und für mich fühlte es sich viel familiärer und gemütlicher an, als an diesen Tagen in einem Taxi oder im öffentlichen Nahverkehr zu sitzen.

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