Tischtennis: Ergste muss auf glattem Boden spielen

SG Eintracht Ergste

Weil ihnen der Turnhallenboden der Grundschule Ergste zu glatt ist, zogen die Tischtennisspieler der SG Eintracht Ergste mit ihren Heimspielen immer um. Am Samstag müssen sie dort nun doch ein Spiel absolvieren. Mannschaftsführer Marcus Schmidt hofft, dass es verletzungsfrei über die Bühne geht.

SCHWERTE

, 09.03.2017, 05:34 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Boden der Turnhalle Grundschule Ergste ist angeblich zu Glatt um darauf vernünftig Tischtennis zu spielen.

Der Boden der Turnhalle Grundschule Ergste ist angeblich zu Glatt um darauf vernünftig Tischtennis zu spielen.

„Wir haben die Reißleine gezogen und unsere Heimspiele verlegt. Bis auf eins, das findet am kommenden Samstag statt.“ Mannschaftsführer Marcus Schmidt von der Tischtennisabteilung der SG Eintracht Ergste hofft, dass die Begegnung gegen DJK Saxonia Dortmund für beide Mannschaften verletzungsfrei über die Bühne geht, auch wenn in der Grundschulturnhalle an der Kirchstraße gespielt werden muss.

Spieler haben sich schon oft verletzt

Schon seit dem vorigen Herbst beklagen die Ergster Tischtennisspieler den Zustand des Hallenbodens in ihrem Ersatz-Domizil an der Grundschule. Der Boden sei oftmals so glatt, dass sich schon Spieler bei Stürzen verletzt hätten.

 

Weil alle Versuche, den Boden rutschfester zu machen, gescheitert sind, sind die Eintracht-Spieler der 1. Mannschaft umgezogen. Obdach gewähren ihnen die Sportfreunde von der TTVg Schwerte, die unlängst wieder in die Sporthalle am Stadtpark zurückziehen konnten, nachdem diese nicht mehr für Flüchtlinge gebraucht wurde. Marcus Schmidt: „Wir haben die Termine abgestimmt und konnten so alle Rückrundenspiele zum Stadtpark verlegen – bis auf das am 11. März.“

"Nase voll von dem glatten Boden"

Die Tischtennisspieler sind davon überzeugt, dass die intensive Nutzung der Grundschulturnhalle in Kombination mit Reinigungsmitteln für die Bodenglätte verantwortlich ist. Die Stadt hat Arbeiten an der Lüftungsanlage zur Staubminderung veranlasst sowie Versuche mit anderen Putzmitteln unternommen – es sei glatt geblieben, beklagt Marcus Schmidt. „Wir hatten die Nase voll von dem glatten Boden.“ Der Umzug in die Stadt war die Konsequenz.

Wie die 2. und 3. Tischtennismannschaft sind auch die Turner der SG und die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft an der Kirchstraße geblieben. Für ihren Sport sei der Boden okay, hatten Turner und Kraftsportler nach Auskunft von Verwaltungsmitarbeiterin Vera Hinrichs der Stadt signalisiert, eine gewisse Glätte jedoch auch diagnostiziert. Andere Nutzer hätten sich nicht beschwert.

Termin macht Sorgen

Bei der SG hofft man jetzt auf die nächste Saison, die nach den Sommerferien beginnt. Allerdings macht die mögliche Verzögerung des Grundschulumzugs zur ehemaligen Schule an der Ruhr den Vereinsvertretern neue Sorgen. Marcus Schmidt: „Nicht, dass wir am Ende noch länger mit dem Provisorium leben müssen und im Sommer gar nicht zum Derkmannsstück zurück können.“

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