Turnhalle Ergste: Knie verdreht auf glattem Boden

Tischtennisspieler verletzt sich

Autsch. Christian Schulz, Tischtennisspieler in Ergste, hat sich beim Heimspiel das Knie verdreht. Schuld soll der glatte Boden in der Ergster Grundschulturnhalle sein. Die Sportler haben nun den Test gemacht und geprüft, ob die fehlende Standfestigkeit wie vermutet auf den verschmutzten Boden zurückzuführen ist. Das Ergebnis ist beträchtlich.

ERGSTE

, 08.12.2016, 05:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dieses Schmutz- und Staubknäuel haben die Tischtennisspieler von einer Hälfte des Hallenbodens gewischt.

Dieses Schmutz- und Staubknäuel haben die Tischtennisspieler von einer Hälfte des Hallenbodens gewischt.

Mit einer Innenbanddehnung ist der Bezirksklassen-Sportler Christian Schulz noch vergleichsweise glimpflich weggekommen. Sein Abteilungsleiter Marcus Schmidt ist dennoch zornig: „Das musste ja mal passieren. Der Boden in der Ergster Grundschulturnhalle ist einfach viel zu glatt.“ Darüber beschweren sich die Sportler schon länger.

"Ein beträchtliches Staub- und Dreckknäuel"

Die Tischtennisspieler sind davon überzeugt, dass entweder der hohe Nutzungsgrad der Sporthalle, falsches Reinigen oder eine Kombination aus beidem Ursache der Bodenglätte sind. Schmidt: „Wir haben neulich mal an einem Trainingsabend selbst eine Hallenhälfte feucht gewischt: Das Ergebnis war ein beträchtliches Staub- und Dreckknäuel.“ Von Sauberkeit könne abends also nicht mehr die Rede sein.

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Er fordert die Stadt auf, sofort die nicht geöffnete Halle am Derkmannsstück wieder für den Sportbetrieb bereitzustellen, die noch immer als Notunterkunft für Flüchtlinge vorbehalten werde, obwohl man gar nicht mit einem erneuten Flüchtlingsansturm rechnen müsse. Schmidt: „Der wahre Grund für die andauernde Schließung ist, dass die Halle erst im Sommer zum Schuljahr 2017/18 zur Verfügung gestellt wird, also zum Zeitpunkt des Umzugs der Grundschule. So spart die Stadt Geld.“

Die Verletzung von Christian Schulz soll offiziell als Sportunfall gemeldet werden. Schmidt: „Schritte gegen die Stadt behalten wir uns vor.“

Ist die Lüftung schuld am Staub?

Die Stadtverwaltung hat inzwischen alle Hallennutzer angeschrieben, um herauszufinden, ob auch andere Vereine Probleme mit dem Boden haben. Außerdem, so Stadtsprecher Alexander Nähle, sei ein neues Reinigungsmittel bestellt worden. „Wir wollen testen, ob das neue Putzmittel den Boden möglicherweise weniger glatt macht. Das ist ein Versuch. Mal schauen, wie er ausgeht.“

Wie Marcus Schmidt berichtet, hat ein Techniker erneut geprüft, ob die Lüftungsanlage ursächlich für die Staubentwicklung sein könnte. Auch in diese Richtung gehen die städtischen Recherchen weiter.

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