Über Schaufenstern erinnern Haken an Tram nach Hörde

Serie "Was Häuser erzählen"

Ein paar Eisenhaken sind das Einzige, was blieb von der Straßenbahn. Wer in der Fußgängerzone mal nicht die Augen auf die Schaufenster richtet, entdeckt die Befestigungen der Oberleitungs-Drähte in Höhe des zweiten Stockwerks an mehreren Fassaden.

SCHWERTE

, 08.08.2014, 11:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
An vielen Häusern in der Hüsingstraße sind noch die alten Haken zu entdecken, an denen einst die Oberleitung der Straßenbahn nach Hörde befestigt war.

An vielen Häusern in der Hüsingstraße sind noch die alten Haken zu entdecken, an denen einst die Oberleitung der Straßenbahn nach Hörde befestigt war.

Dieser Ausflugsverkehr und auch die Linie nach Westhofen überlebten allerdings die Nachwehen des Ersten Weltkriegs nicht. Zwischen Schwerte und Hörde pendelten die Wagen – zuletzt als Linie 20 der Dortmunder Stadtwerke – aber noch bis zum 30. Juni 1954. Die Schwerter Zeitung berichtete ausführlich über die nächtliche Abschiedsfahrt, bei der sich der Schaffner mit umgedrehter Dienstmütze als „Pastor“ verkleidete und eine Grabrede hielt. Die feiernden Mitreisenden wurden an jeder Kneipe unterwegs mit Zigaretten und Schnäpsen versorgt. Als sie am nächsten Tag wieder nüchtern waren, kam nur noch der Omnibus.

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