Umbau der Grundschule Ergste wird teurer

Bürgertreff geplant

Die Grundschule Ergste soll erst in den Osterferien 2018 umziehen. Was soll später aus dem Gebäude werden? Darüber diskutieren die Politiker in Schwerte. Spart der Umzug der Grundschule? Viele bezweifeln das. Schließlich kostet Umbau und Betrieb des ehemaligen Grundschul-Gebäudes die Stadt viel Geld.

ERGSTE

, 29.09.2017, 12:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Grundschule Ergste

Grundschule Ergste

Kurz vor Beginn der Sitzung in dieser Woche hatte Stadtplaner Adrian Mork erst die Vorlage präsentiert. Nach Workshops mit Bürgern in Ergste sieht das Konzept nun wie folgt aus: In die jetzigen Räume des Jugendzentrums soll ein Kindergarten einziehen. Dessen Außengelände soll dort gestaltet werden, wo momentan noch die maroden Pavillons der Schule stehen. Die werden abgerissen.

In das eigentliche Schulgebäude könnten dann neben AWO und Heimatverein, die dort schon Räume nutzen, noch das Jugendzentrum und ein Seniorentreff einziehen.

Neue Nutzungszwecke: Geld soll aus dem Schwerter Haushalt kommen

400.000 Euro sollen deshalb in den Haushalt eingestellt werden, so die Vorlage von Mork. Und auch die jährlichen Unterhalts- und Betriebskosten von rund 100.000 Euro wurden in den Haushalt eingestellt. Die Pläne fielen nicht bei allen Fraktionen auf fruchtbaren Boden. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Angelika Schröder monierte: „Das hätte man zunächst in den Ausschüssen diskutieren müssen.“ Räumte aber auch ein, dass grundsätzlich Workshops mit Bürgern ja wünschenswert seien.

Dieter Reichwald von der Linken warf hingegen die Frage auf, wo denn die Sparidee geblieben sei. Man habe die Schule gegen den Willen der Eltern zum Umzug gedrängt, als Haushaltssanierungsmaßnahme. Jetzt stelle sich immer mehr heraus, dass der Umbau des Gebäudes der Schule an der Ruhr in eine Grundschule deutlich teuerer als geplant würde und nun trenne man sich nicht einmal von dem alten Gebäude, sondern baue auch das noch kostenintensiv um.

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Hans-Georg Rehage von der CDU sah das anders. Hier würde man etwas gemeinsam mit den Bürgern entwickeln. Für Ergste sei dies ein wichtiger Treffpunkt, zumal immer mehr Infrastruktur im Ort weggebrochen sei.

Ob man wirklich als Kommune einen Ersatz für Gaststätten schaffen muss, für die es keinen Markt gab, bezweifelte Jonas Becker von der WfS. Letztlich entschied man sich aber doch mehrheitlich, das Geld für den Umbau in den Etat einzustellen.

Ersatzgebäude für die Grundschule hat Renovierungsbedarf

Unter der Überschrift "Schulraum abbauen" hatte der Rat einst beschlossen, die Grundschule Ergste aus ihrem Gebäude in die neueren Räumlichkeiten der nicht mehr benötigten Förderschule an der Ruhr umzusiedeln. Allerdings entpuppte sich das Gebäude als nicht so gut in Schuss, wie zunächst gedacht.

So waren die Kellerräume feucht. Außerdem war der Umbau aufwendiger als geplant. Rund 2,46 Millionen Euro wird er wohl kosten. Und der Umzug wurde vor den Sommerferien zunächst auf die Herbstferien und schließlich auf die Osterferien 2018 verschoben. Die Eltern hatten sich gegen den Umzug vom Unterdorf ins Oberdorf gewandt.

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