Die GWA gibt Tipps zur Vorbeugung und Behandlung von Madenbefall im Sommer. © picture alliance / Christian Cha
Haushaltstipps

Ungeziefer: So beugen Sie Madenbefall vor – und so bekämpfen Sie ihn

Wie schütze ich meine Mülltonnen vor Madenbefall? Und wie gehe ich dagegen vor? Hier sind alle Antworten auf Fragen rund ums Thema Vorbeugung und Bekämpfung von Maden im Sommer.

Durch die Hitze im Sommer locken Lebensmittelreste in der Mülltonne Fliegen aller Art an. Das feuchtwarme Klima in der Mülltonne bietet gerade ideale Brutbedingungen. Passt man nicht auf, entwickeln sich schon nach kurzer Zeit lästige Maden.

Doch was ist zu tun, wenn Maden den Bio-Müll bevölkern? Mit Hilfe der Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft (GWA) Kreis Unna mbH klären wir die wichtigsten Fragen.

Wie kann ich Madenbefall vorbeugen?

„Das Wichtigste: Bioabfälle möglichst trocken in die Biotonne geben“, sagt GWA-Abfallberaterin Regine Hees. Alle Speisereste und andere feuchte organische Abfälle sollten dick in Zeitungspapier eingewickelt oder in Papiertüten eingepackt in die Biotonne gefüllt werden.

Hilfreich sei es auch, den Boden der Biotonne mit Zeitungspapier, Pappe oder Eierkarton auszulegen. So bilden sich auch weniger unangenehme Faulgase. Wer die Möglichkeit hat, sollte die Biotonne an einen schattigen Platz stellen. Nützlich seien zudem auch große stabile Papiersäcke in der Biotonne, die unter anderem an den Wertstoffhöfen erhältlich sind.

Kann ich auch kompostierbare Kunststofftüten verwenden?


Nein! Auch die als kompostierbar deklarierte Kunststofftüten stören den Verwertungsprozess. „Es stört sowohl in der Vergärungs-, als auch in der Kompostierungsanlage“, führt die Abfallberaterin aus.

Darf Rasenschnitt in die Biotonne?

Rasenschnitt sollte getrocknet werden, bevor man ihn in den Biomüll gibt. Regina Haas empfiehlt zudem, zerknülltes Zeitungspapier als Feuchtigkeitssammler unter und auf den Rasenschnitt mit in die Biotonne zu geben.

Wo liegt die Schwachstelle zum Schutz von Madenbefall? Worauf muss ich achten?

Am anfälligsten bei der Biotonne ist vor allem der Deckel. Daher rät Regina Haas: „Der Deckel- und Tonnenrand der Biotonne sollte gelegentlich mit Essig abgewischt werden – das schreckt Fliegen ab, verhindert deren Eiablage und beugt so Maden vor.“

„Sollte es doch zu Madenbefall kommen, hilft auch eine Handvoll Kalkstickstoff, erhältlich in Gartenbaucentern“, sagt die Fachfrau. Aber: „Bitte sparsam über die Abfälle streuen! Wegen der ätzenden Wirkung sollte keinesfalls Branntkalk verwendet werden!“
Damit die Fliegen erst gar nicht zum Müll gelangen, finden Sie im Fachhandel auch spezielle Gummidichtungen für den Deckel der Biotonne. Alternativ gibt es besondere Madendeckel, die durch einen integrierten Filter das Entweichen von Faulgasen vermeiden. So wird verhindert, dass Insekten durch den Geruch angelockt werden.

Wie schütze ich den Mülleimer in meiner Küche vor Madenbefall?

Im Netz findet man dazu einige Tipps: Leeren Sie regelmäßig den Mülleimer. Gerade im Sommer sollte der Biomüll alle ein- bis zwei Tage entsorgt werden. Damit Essensreste erst gar nicht lange im Müll liegen, hilft es, diese in einem separaten, kleinen Behältnis mit Deckel zu sammeln. Dieses füllt sich schneller und muss daher zwangsläufig öfter gewechselt werden.
Zudem sollten sie ihre Wohnung wenn möglich stets kühl halten, da Wärme die Fortpflanzung der Insekten fördert.

Muss ich sonst noch etwas beachten?

Wenn Mülltonnen falsch befüllt oder überfüllt sind, werde sie nicht geleert, teilt die GWA mit. Wird der Bioabfall zu stark in die Tonne gepresst oder diese mit Grün- oder Rasenschnitt regelrecht zugestopft, könne es vorkommen, dass der Abfall bei Leerung am Müllfahrzeug nicht oder nur teilweise aus der Tonne rutscht. „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass es den Müllwerkern grundsätzlich untersagt ist, in die Tonnen zu greifen, um beispielsweise diese Abfälle zu lockern,“ appelliert GWA-Abfallberaterin Regine Hees.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Student für Sozialwissenschaft und Philosophie – gebürtiger Schwerter und Wahl-Dortmunder. Immer interessiert an Menschen aus dem Ruhrgebiet und ihren Geschichten.
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Felix Mühlbauer

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