Poppige Lunchbags lassen sich leicht und günstig aus alten Verpackungen fertigen. Sie müssen nur eine bestimmte Größe haben. © Susanne Riese
Freizeit-Serie

Upcycling: Aus alten Verpackungen entstehen originelle Lunchbags

Mit weniger Müll ins neue Jahr starten – bei diesem Vorsatz hilft unser kreativer Näh-Tipp. Aus Schoko-Verpackungen oder Weingummi-Tüten entstehen einzigartige Täschchen und Lunchbags.

Der Upcycling-Näh- und Bastel-Tipp spart nicht nur Materialkosten, er beschert den Süßigkeiten-Verpackungen aus der Adventszeit auch ein zweites Leben als praktisches Behältnis für Schmink-Utensilien, Stifte und andere Kleinigkeiten oder als abwaschbarer Lunch-Beutel für unterwegs.

Nebenbei sind die Taschen auch schöne Geschenke, denn sie lassen sich individuell gestalten und sind unverwechselbar.

Als Grundmaterial für die Upcycling-Taschen eignen sich alle möglichen Verpackungen. © Susanne Riese © Susanne Riese

Die Zutaten-Liste für die originellen Taschen ist kurz:

  • 1 Verpackung, z.B. von Ritter-Sport- oder Milka-Schokolade, oder eine große Tüte, z.B. Familienpackung Weingummi, Chips oder TK-Beeren
  • Bucheinschlagfolie
  • Futterstoff – für die Lunchbeutel gewachst oder beschichtet
  • 1 Reißverschluss oder Klett-Band
Neben den alten Verpackungen braucht man Klebefolie, Innenfutter, Reiß- oder Klettverschluss, Nähgarn, Schere, Klammern und eine Nähmaschine. © Susanne Riese © Susanne Riese

Außerdem benötigt man eine Nähmaschine und Nähgarn, eine Schere, Nadeln und Näh-Klemmen – es funktionieren aber auch Wäscheklammern.

So entsteht die Lunchbag mit Klettverschluss

1. Eine große Tüte – zum Beispiel eine Familienpackung Sugus-Weingummi – oben gerade abschneiden und gegebenenfalls säubern. Das Ganze funktioniert auch mit Tiefkühlpackungen von Beeren oder Ähnlichem. Die Tüten sollten relativ reißfest sein und dekorativ.

2. Außenseite gegebenenfalls mit klarer Einschlagfolie bekleben, bei festen Plastik-Verpackungen wie der Sugus-Tüte ist das nicht nötig.

Verpackungsbeutel passend kürzen und beschichteten Stoff für das Innenfutter auf gleiche Größe zuschneiden. © Susanne Riese © Susanne Riese

3. Innenfutter passend mit Nahtzugabe zuschneiden. An den schmalen Seiten mit etwa einem guten Zentimeter Abstand zum Rand das Klettband mit Nadeln feststecken und aufnähen. Überstehendes Klettband abschneiden.

Klettband mit eineinhalb Zentimetern Rand auf der gewachsten Seite feststecken. © Susanne Riese © Susanne Riese
Klettband festnähen und überstehendes Band abschneiden. © Susanne Riese © Susanne Riese

4. In der Mitte falten, die nicht beschichtete Seite nach innen und die offenen Seiten zusammennähen, sodass ein Beutel entsteht. Bei Tüten, die unten eine Verbreiterung haben, können noch die Ecken des Innenbeutels abgenäht werden.

Seiten zusammennähen und bei Bedarf die beiden unteren Ecken mit etwa eineinhalb bis zwei Zentimetern Abstand quer abnähen. © Susanne Riese © Susanne Riese

5. Den auf rechts gewendeten Innenbeutel in den Außenbeutel stecken – der muss aber noch auf links bleiben, also mit der schönen Seite nach innen. Die beiden Beutel am oberen Rand mit Näh- oder anderen Klammern aneinanderstecken.

Innenbeutel umstülpen und in den auf links gedrehten Außenbeutel stecken. © Susanne Riese © Susanne Riese
Beutel ineinander stülpen, die Außenseiten liegen nun aufeinander. Obere Ränder zusammenklammern. © Susanne Riese © Susanne Riese

6. Die Beutel auf einer Seite am oberen Rand zusammennähen.

Außenbeutel und Innenfutter auf einer Seite festnähen. © Susanne Riese © Susanne Riese

7. Dann beide Beutel umstülpen und Innenbeutel (schöne Seite innen) in den Außenbeutel (schöne Seite außen) stülpen. Das klingt verwirrend, ist aber richtig.

Beide Teile der Lunchbag umstülpen, so dass die schönen Seiten nebeneinanderliegen. © Susanne Riese © Susanne Riese
Innenbeutel in die Außenhülle stecken. © Susanne Riese © Susanne Riese
Nun die beiden Beutelenden auf der noch offene Seite nach innen falten und ordentlich von außen zusammennähen. © Susanne Riese © Susanne Riese

8. An der noch offenen Seite die beiden Ränder nach innen falten, feststecken und von außen sauber mit knapper Naht zusammennähen.

Fertig ist die Lunchbag.

Fertig ist der praktische Beutel für Obst und Butterbrot. © Susanne Riese © Susanne Riese

Und so geht das Ritter-Sport-Täschchen

1. Schokoladenpapier säubern, an der zum Öffnen per Knick gedachten Stelle wieder schließen und an der oberen Seite aufschneiden. Die Außenseite mit Einschlagfolie bekleben. So wird das Mäppchen stabiler und abwaschbar.

Für das Ritter-Sport-Täschchen das Schokopapier mit Folie einbinden und das Innenfutter passend zurechtschneiden. Linke auf linke Seite legen und an den Längsseiten mit Zickzackstich aneinander nähen. © Susanne Riese © Susanne Riese

2. Innenfutter passend zuschneiden. Linke Seiten aufeinanderlegen und mit Zickzackstich an den Längsseiten zusammennähen.

Den Reißverschluss feststecken (Rechts auf Rechts) und mit gradem Stich eng an der Kante annähen. Umdrehen und noch einmal von außen nähen. Mit der anderen Reißverschlussseite genauso vorgehen. Wir haben nun einen offenen Schlauch. © Susanne Riese © Susanne Riese

3. Den Reißverschluss – am besten einen zum Zuschneiden, also ohne feste Enden – von links mit knappem Abstand zum Rand auf beiden Seiten aufnähen, dann umdrehen und von der rechten Seite noch einmal knapp am Rand entlangnähen.

Seiten von links zunähen und Reißverschluss passend kürzen. © Susanne Riese © Susanne Riese

4. Die Tasche hat nun noch offene Seiten. Sie wird auf links gedreht und an den Seiten zugenäht – dabei auch über die Reißverschlussenden nähen.

5. Den Reißverschluss passend kürzen, Tasche umstülpen – möglichst ohne das Papier dabei zu sehr zu knittern. Fertig.

Fertig ist die echt süße Reißverschlusstasche. © Susanne Riese © Susanne Riese

Die Rittersport-Täschchen sind zum Anbeißen, aber nicht sehr groß. Sie sind genau das Richtige für Kleinigkeiten wie Haarklammern, Lippenstift oder Medikamente.

Als Federmäppchen bietet sich rechteckiges Schokoladenpapier an. Wer es noch größer haben möchte, der muss eine große Familientafel vertilgen, zum Beispiel die 250-g-Tafel von Ritter-Sport.

Freie Zeit lässt sich auch in der Corona-Pandemie ganz vielfältig verbringen. Unsere besten Freizeittipps und Anregungen für Ihren Alltag finden Sie hier.

Über die Autorin
Redaktion Dortmund
Seit 2001 in der Redaktion Dortmund, mit Interesse für Menschen und ihre Geschichten und einem Faible für Kultur und Wissenschaft. Hat einen Magister in Kunstgeschichte und Germanistik und lebt in Dortmund.
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Susanne Riese

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