Urbi-Tours: Der Ergster Werner Urbanski ist passionierter Radfahrer

SCHWERTE Die großen Radtouren stapeln sich auf dem Wohnzimmertisch. "Meck-Pom-Müritzsee", "Ems-Hase", "Cuxland": 500 Kilometer, sieben Tage, fein säuberlich mit Spiralbindung geheftet.

von Von Nicole Giese

, 27.03.2009, 17:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Urbi-Tours: Der Ergster Werner Urbanski ist passionierter Radfahrer

Noch ist das Fahrrad im Winterschlaf: Werner Urbanski beim ersten Frühjahrsputz.

Zum seinem fünfzigsten Geburtstag vor elf Jahren machte sich der Ergster mit dem Fahrrad auf den Weg nach Wien. Der Vorschlag eines Cousins hatte ihn auf die Idee gebracht. Drei Wochen brauchte die Gruppe bis in die österreichische Hauptstadt. Es blieb nicht die letzte Reise mit dem Rad. Urbi-tours nennt sich die Gruppe – mit dem Segen des Papstes hat der Name aber nichts zu tun. "Urbi ist mein Spitzname", erklärt Werner Urbanski den Ursprung. Neben den Jahrestouren treten die Radfahrer immer sonntags in die Pedalen. In den warmen Monaten steht eine Tagestour in die Umgebung an – die 100-Schlösser-Route im Münsterland haben sie zum Beispiel etappenweise abgefahren.

Familie, Freunde und Bekannte gehören zum festen Stamm der Radfahrer. "Zwischenzeitlich waren wir bis zu 30 Personen", erzählt Urbanski. Zu den Jahrestouren schrumpft die Truppe auf einen harten Kern. Akribisch planen sie ihre Reise auf dem Drahtesel. "Jeder macht zwei Vorschläge. Wer die meisten Stimmen hat, gewinnt", erklärt der 61-Jährige. Viele schöne Erinnerungen verbindet der Angestellte der Justizvollzugsanstalt mit den Radtouren. Die ungeplante Übernachtung bei einem Zollbeamten, die spontan geöffnete Kneipe oder die Schildkröten in der Ruhr. "Man sieht einfach mehr", betont der Ergster.

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