Uwe Steimle erklärte die sächsische Seele

Rohrmeisterei

SCHWERTE Rund 160 Gäste begeisterte Kabarettist Uwe Steimle beim Kabarett in der Rohrmeisterei. Er führte in die Seele der Sachsen ein.

von Von Reinhard Schmitz

, 29.10.2009, 18:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Kabarettist und Schauspieler Uwe Steimle trat in der Rohrmeisterei auf.

Der Kabarettist und Schauspieler Uwe Steimle trat in der Rohrmeisterei auf.

Nie und nimmer brechen lassen es sich seine Erfolgsfiguren Ilse Bähnert und Günter Zieschong. Mit ihren Dialogen – perfekt inszeniert durch Stimmen- und Gestenwechsel – gaben die 89-Jährige Rentnerin und der 55-jährige Arbeitslose Einblicke in die Nachwende-Befindlichkeiten. Ob in der Kaufhalle oder bei der Schönheits-OP – „für 1000 Euro West“. „Sprechen ist Denken“, enthüllte der „Überlebende der Wende“ so manche Wahrheit, die in einfachen Worten steckt. Oder verkündete sie plakativ. Wie bei der Frage, worin sich DDR und BRD unterscheiden: „In der DDR wurden die Betriebe erst verstaatlicht und dann heruntergewirtschaftet.“

Aber auch die Bundesrepublik sei veränderbar, zeigte sich Steimle als Optimist. Vielleicht wäre dann auch die Zeit für seinen Wunsch reif, das Leben Erich Honeckers zu verfilmen. Einen Kandidaten für die Rolle kannte der verschmitzte Schauspieler, der wie kein Zweiter die Fistelstimme des Ex-DDR-Staatschefs zu imitieren vermag. In der Zugabe an die „Genossen Bundesbürger“ gab er eine gelungene Kostprobe.

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