Vereine kämpfen beim Spenden-Challenge online um Stimmen

Wettstreit im Internet

SCHWERTE Am Ende sollen alle Gewinner sein: der Förderverein Welttheater und Kunterbunt, die Sparkasse und Initiator Jochen Holtrup. Aber vor allem die Schwerter Bürger, die beim ersten Schwerter Spenden-Challenge entscheiden, wie die Summe aufgeteilt wird.

von Von Nicole Giese

, 13.10.2009, 18:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Silvia Rucks und Gabriele Harms vom Förderverein Welttheater, Initiator Jochen Holtrup, Geldgeber Dr. Uwe Trespenberg von der Sparkasse und Michael Ferdinand von Kunterbunt (v.l.).

Silvia Rucks und Gabriele Harms vom Förderverein Welttheater, Initiator Jochen Holtrup, Geldgeber Dr. Uwe Trespenberg von der Sparkasse und Michael Ferdinand von Kunterbunt (v.l.).

Holtrup selbst hat eine erfolgreiche Karriere im Hotelfach hinter sich. Nach einer krankheitsbedingten Auszeit orientierte sich der 40-Jährige neu und begann, sich für gemeinnützige Zwecke zu engagieren. Dabei scheut er nicht davor zurück, ökosoziale Zwecke und wirtschaftliches Handeln zu verbinden. In den angelsächsischen Ländern sei dieses Konzept viel verbreiteter, erklärt er. Außerdem herrsche in Deutschland oft wenig Transparenz bei der Vergabe der Spenden.

Das soll sich beim Spenden-Challenge ändern: Ab Mittwoch werden die beiden Vereine Kunterbunt und Förderverein Welttheater sich einen Monat lang auf der Internet-Plattform präsentieren, in einem so genannten Blog, einem Internettagebuch, über ihre Arbeit informieren, mit Bürgern in Kontakt treten und Fragen beantworten. „So lernen die Vereine noch etwas über Marketing und PR“, betont Holtrup.

Die Vorsitzende des Fördervereins, Gabriele Harms, freut sich auf die Herausforderung. „Wir sind immer auf der Suche nach neuen Methoden, Spenden zu generieren.“ Auch Michael Ferdinand von Kunterbunt ist gespannt: „Wir hoffen, dass wir so Vorurteile abbauen können.“ Die Möglichkeit, sich auf diese Weise in der Öffentlichkeit präsentieren zu können, sei fast mehr wert als der Spendenanteil. Auch Sparkassen-Chef Dr. Uwe Trespenberg ist begeistert von der Idee des Spenden-Challenge – und kann sich bereits eine Fortsetzung vorstellen. Die plant Jochen Holtrup ebenfalls für andere Städte in der Region. 

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