Coronazahlen steigen: Gastronomen erklären, was Hochzeitspaare tun können

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In Rohrmeisterei und Freischütz müssen nach Verschärfung der Corona-Regeln Feiern abgesagt oder Gäste wieder ausgeladen werden. Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit.

Schwerte

, 09.10.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Donnerstag, 0 Uhr, gelten im Kreis Unna neue Coronaschutzmaßnahmen. Unter anderem dürfen private Feiern im öffentlichen Raum nur noch mit bis zu 50 Personen stattfinden. Und vermutlich wird die Begrenzung der Gästezahl in naher Zukunft noch verschärft.

Hagelt es deswegen nun wieder Absagen für die Gastronomen? Zumindest bei Philip Winterkamp vom Freischütz in Schwerte ist dies nicht so. "Bei uns betrifft das nur eine Veranstaltung, da müssen wir nun Kontakt mit aufnehmen", so Winterkamp. Viele hätten ihre Veranstaltungen ohnehin schon ins nächste Jahr verschoben.

Mehrere private Feiern betroffen

Anders sieht es bei der Rohrmeisterei aus: "Wir haben in dem Zeitraum bis zum 25. Oktober, in dem diese neuen Regeln zunächst gelten, mehrere Feiern, die betroffen sind", sagt Geschäftsführer Tobias Bäcker.

Die Betroffenen -zumeist gehe es um Paare, die ihre Hochzeit feiern wollten - hätten nun drei Möglichkeiten. "Sie können entweder die Personenzahl reduzieren, die Veranstaltung absagen oder verschieben oder mit dem Gesundheitsamt des Kreises Kontakt aufnehmen und eine Sondergenehmigung beantragen", erklärt Bäcker. Das sei natürlich "total doof". Diejenigen, die am Wochenende feiern wollten, würden nun die Personenzahl reduzieren oder sich um eine Sondergenehmigung bemühen, so Bäcker.

Tagungen und Kultur dagegen könnten weiterhin im Rahmen der Bestimmungen mit einem Hygienekonzept stattfinden.

Belegungspläne gerupft

Der Belegungsplan sei sehr gerupft, sagt Tobias Bäcker. Viele Veranstaltungen seien bereits vorsorglich abgesagt worden. Auch beim Freischütz seien die meisten größeren Veranstaltungen ohnehin schon abgesagt worden, so Philip Winterkamp.

"Wir haben einige Anfragen für kleinere Veranstaltungen bekommen", sagt Winterkamp. Viele hätten sich kurzfristig umorientieren müssen und wollten zumindest noch mit einigen Leuten Essen gehen.

Restaurants weiter geöffnet

"Dass das so kommt, davon mussten wir ja ausgehen", sagt Philip Winterkamp. Nun werde man damit umgehen müssen. Hinzu kommt: "Eine gesteigerte Verunsicherung in der Bevölkerung schlägt sich auch im à la carte-Geschäft nieder", so Winterkamp. Gerade jetzt, wo die Außengastronomie nicht mehr so viele Kunden anziehe.

Tobias Bäcker von der Rohrmeisterei betont: "Das Restaurant hat weiterhin ganz normal geöffnet." Die neue Allgemeinverfügung des Kreises habe darauf keine Auswirkungen. "Erwiesenermaßen werden die Restaurants auch nicht zu Hotspots, wie das bei privaten Feiern der Fall ist", so Bäcker.

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