Volksbank macht zwar Rekordumsatz, überprüft aber erneut ihr Filialnetz

mlzBanken in Schwerte

Die Sparkasse hat keine Filialen in Schwerte mehr. Die Volksbank hat noch zwei - in Ergste und in Hennen. Wie lange noch, ist ungewiss. Die Außenstellen stehen wieder auf dem Prüfstand.

Schwerte

, 01.02.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich kann sich die Volksbank in Schwerte freuen. Denn rechnet man alle Geschäfte der Bank zusammen, kommt man auf die größte Bilanzsumme in der Geschichte des Unternehmens. Doch das Wachstum in der Bilanz hat auch seinen Grund.

Die Bank muss immer mehr und größere Geldsummen bewegen, um ähnlich große Gewinne zu machen. Denn nicht nur der niedrige Erlös beim Verleih von Geld senkt die Gewinne der Geldunternehmen, auch die Beträge, die das Unternehmen selber auf dem Markt anlegt, erwirtschaften immer weniger.

2018 war ein gutes Geschäftsjahr

„Dennoch war 2018 ein gutes Geschäftsjahr“, betont Lars Kessebrock, Leiter der Niederlassung Schwerte der Volksbank Dortmund bei der Jahrespressekonferenz am Donnerstag. Aber der Wandel der Zeiten geht auch an der Volksbank Schwerte nicht vorbei. Immer mehr Kunden nutzen hauptsächlich das Online-Geschäft. Die Schalter brauchen immer weniger Kunden.

Filialen in Hennen und Ergste werden überprüft

Deshalb überprüft die Volksbank unternehmensweit erneut die Rentabilität der Filialen. Für Schwerte bedeutet dies, dass die Geschäftsstelle in Ergste gefährdet ist. Auch die Filiale in Hennen wird auf Herz und Nieren überprüft. „Am Ende des Prozesses wird es Entscheidungen geben, die nicht allen gefallen werden“, prognostizierte Kessebrock. Er appellierte aber an alle Kunden zu überprüfen, wann sie zuletzt wegen einer echten Beratung in der Bankfiliale waren.

Zu diesem Thema passt die Tatsache, dass die Volksbank Dortmund 2018 die größte Umstellung ihrer Informationstechnik bewältigen musste. 250 Mitarbeiter waren daran beteiligt. 14.500 Planungsstunden wurden investiert und nach vier Simulationsläufen und 180.000 Kundenanschreiben ging das neue System an den Start.

Die Schwerter sparen weiter fleißig

Erstaunlich ist, dass trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase nicht nur das Volumen der vergebenen Kredite, sondern auch das der Kundeneinlagen gestiegen ist. Auch bei Zinsen von 0,01 Prozent aufs Sparbuch bis zu 0,3 Prozent für langfristige Anlagen legen die Schwerter weiter Geld zurück. „Der Deutsche ist jemand, der seine Rücklagen braucht“, glaubt Kessebrock.

Echte Dividende fahren die Mitglieder der Genossenschaftsbank ein. Vier Prozent gibt es auf die Anteile an der Volksbank. Allerdings mehr als 800 Euro kann man da nicht anlegen.

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