Von der Emscherquelle bis zur Kornbrennerei

Nico wandert

130 Kilometer liegen vor ihm. In zehn Tagen einmal durch die Regio um Dortmund - das ist die Aufgabe, die sich Nico Drimecker gestellt hat. Ziel: die Region kennen lernen. Am Montag startete der Mobile Reporter an der Emscherquelle in Holzwickede. Sein Ziel der ersten Etappe: Schwerte.

SCHWERTE

von Von Nico Drimecker

, 15.08.2011, 17:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

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Nico wandert Tag 1: Holzwickede - Schwerte

Am Montagmorgen ist er auf seine 140 km lange Wanderung gestartet; Der Mobile Reporter der Ruhr Nachrichten, Nico Drimecker, hat sich um 9 Uhr an der Emscherquelle in Holzwickede auf den Weg gemacht. Mit mehr als 20 Kilo Gepäck auf den Schultern und viel Vorfreude auf die Menschen der Region. Am 25. August will er nach einer großen Runde in Dortmund Innenstadt ankommen.
15.08.2011
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© Foto: Nico Drimecker
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"Wo muss ich denn lang?" Nico Drimecker auf dem Weg nach Schwerte.© Foto: Oskar Neubauer
Auf dem Weg nach Schwerte.
Auf dem Weg nach Schwerte sind auch Details mal wichtig.© Foto: Nico Drimecker
Rauhaar-Zwergdackel Fiete ist 1,5 Jahre jung und musste ausnahmsweise im Fußraum Platz nehmen. Sonst sitz sie auf dem Beifahrersitz von Frauchen Sabine.© Foto: Nico Drimecker
Heike Janßen (44), ist Landschaftsarchitektin und übernimmt auch mal den Verkauf im Laden auf Gut Bimberg, wenn Ina Bimberg im Urlaub ist.© Foto: Nico Drimecker
Die Kornbrennerei Bimberg.© Foto: Nico Drimecker
Eine Pause vor dem Laden auf Gut Bimberg.© Foto: Nico Drimecker
Auf dem Weg nach Schwerte.© Foto: Nico Drimecker
Einen halben Liter Korn, 32 Prozent Alkoholgehalt, hat Ina Bimberg von der gleichnamigen Brennerei spendiert. Früher wurde auf dem Gut noch das Korn gedroschen, in einem ersten Schritt gebrannt und zur Weiterverarbeitung nach Lüding-hausen gebracht.
An der Emscherquelle in Holzwickede ist ein alter Hof, der Emscherquellhof. Dort war am Montagmorgen um 9 Uhr aber noch gar nichts los.© Foto: Tobias Weckenbrock
Kräftig, fast ausgeschlafen, angriffslustig: Nico Drimecker mit seinem Wandergepäck am Morgen an der Quelle der Emscher. Nun liegen laut Plan circa 140 Kilometer vor dem RN-Redakteur, der allerdings schon auf Jakobsweg-Erfahrung (bis Santiago de Compostela) verweisen kann.© Foto: Tobias Weckenbrock
Der Steg zur Emscherquelle hinter dem Hof in Holzwickede: Hier waren noch die Reste des Regens von Sonntag zu sehen: Das Holz glitschig, das Laub schon fast herbstlich.© Foto: Tobias Weckenbrock
Im Steg eingelassen sind Sprüche zur Bedeutung des Wassers für den Menschen - Sprüche von bedeutenden Persönlichkeiten der Geschichte.© Foto: Tobias Weckenbrock
Bevor es losging, stand noch ein Interview an: Nico Drimecker zu seinen Vorbereitungen und Vorstellungen kurz vor der Tour gibt es als Video online.© Foto: Tobias Weckenbrock
Nico Drimecker am Startort, der Emscherquelle in Holzwickede. Am Montagmorgen (15. August) setzte er sich dort in Bewegung.© Foto: Tobias Weckenbrock
Feines Fachwerk: Das ist der Hof an der Emscherquelle - und im Vildvorderung die Quelle selbst. Dieser Ort ist ganz sicher mal einen Ausflug wert.© Foto: Nico Drimecker
Da ist sie: die Quelle der Emscher. Von hier aus fließt sie 83 Kilometer in westliche Richtung und mündet nach einem Verlauf durch einen großen Teil des Ruhrgebietes in den Rhein.© Foto: Nico Drimecker
Mit der Emscher ist eine Sage verbunden, von der dieses Schild an der Quelle kündet.© Foto: Nico Drimecker
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Nico wandert Tag 1: Holzwickede - Schwerte

Am Montagmorgen ist er auf seine 140 km lange Wanderung gestartet; Der Mobile Reporter der Ruhr Nachrichten, Nico Drimecker, hat sich um 9 Uhr an der Emscherquelle in Holzwickede auf den Weg gemacht. Mit mehr als 20 Kilo Gepäck auf den Schultern und viel Vorfreude auf die Menschen der Region. Am 25. August will er nach einer großen Runde in Dortmund Innenstadt ankommen.
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"Wo muss ich denn lang?" Nico Drimecker auf dem Weg nach Schwerte.© Foto: Oskar Neubauer
Auf dem Weg nach Schwerte.
Auf dem Weg nach Schwerte sind auch Details mal wichtig.© Foto: Nico Drimecker
Rauhaar-Zwergdackel Fiete ist 1,5 Jahre jung und musste ausnahmsweise im Fußraum Platz nehmen. Sonst sitz sie auf dem Beifahrersitz von Frauchen Sabine.© Foto: Nico Drimecker
Heike Janßen (44), ist Landschaftsarchitektin und übernimmt auch mal den Verkauf im Laden auf Gut Bimberg, wenn Ina Bimberg im Urlaub ist.© Foto: Nico Drimecker
Die Kornbrennerei Bimberg.© Foto: Nico Drimecker
Eine Pause vor dem Laden auf Gut Bimberg.© Foto: Nico Drimecker
Auf dem Weg nach Schwerte.© Foto: Nico Drimecker
Einen halben Liter Korn, 32 Prozent Alkoholgehalt, hat Ina Bimberg von der gleichnamigen Brennerei spendiert. Früher wurde auf dem Gut noch das Korn gedroschen, in einem ersten Schritt gebrannt und zur Weiterverarbeitung nach Lüding-hausen gebracht.
An der Emscherquelle in Holzwickede ist ein alter Hof, der Emscherquellhof. Dort war am Montagmorgen um 9 Uhr aber noch gar nichts los.© Foto: Tobias Weckenbrock
Kräftig, fast ausgeschlafen, angriffslustig: Nico Drimecker mit seinem Wandergepäck am Morgen an der Quelle der Emscher. Nun liegen laut Plan circa 140 Kilometer vor dem RN-Redakteur, der allerdings schon auf Jakobsweg-Erfahrung (bis Santiago de Compostela) verweisen kann.© Foto: Tobias Weckenbrock
Der Steg zur Emscherquelle hinter dem Hof in Holzwickede: Hier waren noch die Reste des Regens von Sonntag zu sehen: Das Holz glitschig, das Laub schon fast herbstlich.© Foto: Tobias Weckenbrock
Im Steg eingelassen sind Sprüche zur Bedeutung des Wassers für den Menschen - Sprüche von bedeutenden Persönlichkeiten der Geschichte.© Foto: Tobias Weckenbrock
Bevor es losging, stand noch ein Interview an: Nico Drimecker zu seinen Vorbereitungen und Vorstellungen kurz vor der Tour gibt es als Video online.© Foto: Tobias Weckenbrock
Nico Drimecker am Startort, der Emscherquelle in Holzwickede. Am Montagmorgen (15. August) setzte er sich dort in Bewegung.© Foto: Tobias Weckenbrock
Feines Fachwerk: Das ist der Hof an der Emscherquelle - und im Vildvorderung die Quelle selbst. Dieser Ort ist ganz sicher mal einen Ausflug wert.© Foto: Nico Drimecker
Da ist sie: die Quelle der Emscher. Von hier aus fließt sie 83 Kilometer in westliche Richtung und mündet nach einem Verlauf durch einen großen Teil des Ruhrgebietes in den Rhein.© Foto: Nico Drimecker
Mit der Emscher ist eine Sage verbunden, von der dieses Schild an der Quelle kündet.© Foto: Nico Drimecker
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Mit Asphalt unter den Füßen wandere ich über Landsrone, vorbei an einem Bauernhof im Hengserholz. Eine blaue, stark zerschlissene Flagge lässt noch gerade eben erkennen: Hier ist Schalke-Gebiet.

Gerade die letzten Kühe auf der Weide passiert, nähere ich mich von hinten einer Frau, die mit ihrem Hund einige Meter vor mir geht. Es sind Sabine und ihr Rauhaar-Zwergdackel Fiete, 1,5 Jahre jung. Fiete kommt, schnuppert und kehrt zu ihrem Frauchen zurück. Die Rentnerin erkennt mich: „Sind Sie nicht der von den Ruhr Nachrichten, der wandert?“ Und so kommen wir ins Gespräch. Wo die Brennerei Gut Bimberg ist, möchte ich wissen. Aber Sabine sagt: „Ich kann keine Karte lesen, junger Mann.“ Dafür bietet sie an, mich ein Stück zu bringen, „nur die stark befahrene Straße“ hinunter. „Ist doch schöner, als neben den Autos lang zu gehen.“ Auch scheint ihr der „junge Mann“ etwas leid zu tun. „Laufen Sie den ganzen Tag mit diesem Gepäck?“, fragt sie in ungläubigem, fast mitleidigem Ton.

Also steige ich ins „Hunde-Auto“, wie sie es nennt. Fiete muss sich für zwei Kilometer mit dem Fußraum begnügen, sonst hat sie Platz auf dem Sitz mit Schonbezug. Sabine steuert auf die Landstraße in Richtung „mein geliebtes Geisecke“ und biegt links ab, runter zur Ruhr. Sabine verrät nicht, wie alt sie ist. „Schätzen Sie!“ 67? „Fast“, antwortet sie, und gibt als weitere Antwort nur ein schelmisches Grinsen. Die fast 67-Jährige kommt aus der Nähe von Bremen. Noch immer kommt ihr norddeutscher, fast friesischer Akzent durch, obwohl sie sagt, sie ist „vor 188 Jahren hier her gezogen“. Sie erzählt, dass das Wellenbad so heißt, weil dort früher die Ruhr gestaut wurde. So seien Wellen entstanden, und die Leute gingen dort baden. An der Kaiserroute setzt mich Sabine mit den Worten ab: „So, war ja nur ein Stück, dann haben wir auch nicht viel gemogelt.“

Mit Blick auf die Ruhr spaziere ich über Radwege, auf denen reger Jogger-, Fahrradfahrer- und Reit-Verkehr herrscht - die Menschen grüßen. Eine Bank in der späten Vormittagssonne lädt zur Pause ein, aber die erlaube ich mir erst an der Kornbrennerei. Vorher werden die Beine noch einmal gefordert, das Gut liegt auf einem Hügel. An dem kleinen Laden in der Mitte des Hofes stärke ich mich auf der Bank mit belegten Broten. Noch ist die Tour aber nicht vorbei. Ich ziehe weiter. Ziel: Ergste.

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