Was bedeuten die neuen rot markierten Flächen in der Innenstadt?

Fußgängerüberwege

In der Bahnhofsstraße und der Rathausstraße wurden zwei Fußgängerüberwege durch rot markierte Flächen auf dem Asphalt ersetzt. Nach Angaben der Stadt hat das vor allem ökologische Gründe.

Schwerte

, 24.07.2020, 12:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Zebrastreifen in der Rathausstraße wurde entfernt und durch eine rote Fläche ersetzt.

Der Zebrastreifen in der Rathausstraße wurde entfernt und durch eine rote Fläche ersetzt. © Felix Mühlbauer

Vor rund einem Monat hatte die Stadt Schwerte sie angekündigt, jetzt sind sie da. An zwei Stellen in der Innenstadt wurden Fußgängerwege durch rote markierte Flächen auf dem Asphalt ersetzt. Dabei handelt es sich um den ehemaligen Zebrastreifen in der Rathausstraße, sowie den Fußgängerüberweg vor der Stadtsparkasse in der Bahnhofsstraße.

Stadt wollte auf Fällung von Bäumen verzichten

Zebrastreifen unterliegen in Deutschland strengen Auflagen und müssen nach einer bestimmten DIN-Norm beleuchtet werden. Am Fußgängerweg in der Bahnhofsstraße können diese Auflagen nur erfüllt werden, wenn die um den Zebrastreifen stehenden Bäume gefällt würden. Die Stadt Schwerte wollte aber aus ökologischen Gründen auf die Fällung der Bäume verzichten. Sie beruft sich dabei auf die allgemein gültige Rechtsauffassung, dass ein Zebrastreifen in einer 20km/h-Zone entbehrlich ist.

„Deshalb haben wir uns entschieden, den Zebrastreifen zu entfernen“, erklärte die zuständige Dezernentin Bettina Brennenstuhl vor einem Monat in der Planungsphase. Der ersatzmäßige rote Streifen besitzt zwar innerhalb der Straßenverkehrsordnung nicht die rechtlichen Grundlagen eines Zebrastreifens, ist aber als Querungshilfe für Fußgänger deutlich erkennbar.

Erfahrungswerte aus anderen Kommunen würden zeigen, dass „ein solcher Fußgängerüberweg in einer 20er-Zone zu deutlicher Rücksichtnahme von Autofahren gegenüber Passanten führt“, berichtet Jenny Golombek, Leiterin des Ordnungsamtes.

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