Welche Schwerter Schule wird im Jahr 2029 die größte sein?

mlzPrognose

Wie viel Platz wird in zehn Jahren in den weiterführenden Schulen benötigt? Die Stadt Schwerte braucht heute schon die Zahlen. 2029 wird sich die Reihenfolge von 2019 umgekehrt haben.

Schwerte

, 10.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Mit so wenigen Klassen wie in diesem Schuljahr werde man bald nicht mehr auskommen. Das ist eine der Aussagen aus dem Schulentwicklungsplan, den die Stadt alle paar Jahre wieder erstellen oder in Auftrag geben muss.

Schließlich gilt es langfristig mehrere Fragen zu klären: Wie viele Klassen pro Jahrgang müssen wohl gebildet werden? Und: Wie viel Platz brauchen die Schulen? Sprich: Wie viele Räume für wie viele Kinder in welchem Schuljahr?

An drei von vier Schulen müsste es bald mehr Klassen geben

Im Sommer 2019 ist es so: Das Ruhrtal- und das Friedrich-Bährens-Gymnasium dürfen jeweils drei Eingangsklassen bilden - alle mit dem absolut erlaubten Maximum von 31 Schülern. Die beiden Schwerter Gesamtschulen - Gänsewinkel und Theodor-Fleitmann - haben im kommenden Schuljahr je vier neue 5er-Klassen.

Ab Sommer 2022 wird das an drei von vier Schulen nicht mehr ausreichen, schätzt der Verfasser des Schulentwicklungsplans, einer Beraterfirma aus Halle/Westfalen. RTG und FBG müssten aufgrund des Bedarfes dann vierzügig werden, die Gesamtschule Gänsewinkel fünfzügig.

Drei Jahre später, ab 2025, müsste auch die Theodor-Fleitmann-Gesamtschule nachziehen. „Die hochschnellenden Zahlen liegen an den Zahlen der Vierklässler, die unterzubringen sind, und an G9“, heißt es im Bericht.

Geburtenstarke Jahrgänge wirken sich aus: 2020 wird Schwerte die Schwelle von 3000 Schülern auf weiterführenden Schulen knacken. 2029 soll die Zahl dann über 4000 liegen.

TFG soll die 1000-Schüler-Marke als Erstes knacken

Neuer Spitzenreiter - zumindest in den Berechnungen - wird 2024 die TFG. Als erste weiterführende Schule knackt sie die 1000er-Marke und überholt die Gesamtschule am Gänsewinkel, die in den kommenden Jahren stabil zwischen 940 und knapp unter 1000 Schülern haben soll.

Ab 2026 sollen dann auch am Gänsewinkel mehr als 1000 Schüler den Unterricht besuchen. Die TFG bleibt hingegen vorne und soll 2029 eine Schule für rund 1150 Kinder und Jugendliche sein.

Jetzt lesen

Es soll so kommen, aber Vieles bleibt unsicher

Und die Gymnasien? Bleiben bis 2029 zwar hinter diesen Zahlen zurück, steigern sich allerdings auch. Für das FBG rechnet die Beratungsfirma mit dem Rekordwert von 959 Schülern. Zum Vergleich: Im Sommer 2019 sind es 786. Das RTG soll von 754 auf 853 zulegen. Dort immerhin ist es das Niveau, das es 2014 und 2015 schon gegeben hat.

Natürlich: Das alles sind nur Überlegungen und Berechnungen. Im Bericht steht auch, dass man die Wünsche der Eltern und Schüler nicht im Vorfeld kennen kann. Trends könnten entstehen oder abebben. Vielleicht werde ja bis 2029 irgendwo in Schwerte oder den Nachbarstädten eine neue Schule gegründet, die beliebt ist. Auch gesetzliche Reformen oder Veränderungen in der Schulorganisation könnte es geben.

Lesen Sie jetzt