Wenig Interesse an Impfung gegen den Virus

Schweinegrippe

SCHWERTE Der Impfstoff gegen den H1N1-Virus ist bestellt. Die Impfung steht in den Startlöchern und könnte Ende Oktober beginnen. Einzig das Interesse in der Bevölkerung scheint bisher gering zu sein.

von Von Jan-Ole Niermann

, 16.10.2009, 18:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Stiko (Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts) eine Empfehlung zur Impfung gegen die Neue Influenza gegeben.

Die Stiko (Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts) eine Empfehlung zur Impfung gegen die Neue Influenza gegeben.

Und obwohl der Impfstart näher rückt, scheint das Interesse in der Bevölkerung gering zu sein. Patienten, die sich gegen die gewöhnliche Grippe impfen lassen, würden sogar häufig betonen, dass sie nicht gegen die Schweinegrippe geimpft werden wollen.   Hüwel, der Vorsitzende des Schwerter Ärztevereins, sieht die Gründe vor allem in der langen Diskussion, „die nicht dazu beigetragen hat, dass Vertrauen in den Impfstoff gelegt wird“.

Der Mediziner ist zwiegespalten: Einerseits sei „die Gefahr einer Mutation nicht auszuschließen“, andererseits ist Hüwel skeptisch, „weil der Impfstoff einige Probleme bereitet hat“. Das liege vor allem an der kürzeren Probephase und der fehlenden Untersuchungszeit. Die schnelle Verfallszeit der Ampullen erschwere zudem das Prozedere. „Man wird verschiedene Impftermine anbieten, damit nicht große Restportionen am Ende eines Tages übrig bleiben“, erklärt Hüwel. Eine Packung des Impfstoffs enthält fünf oder zehn Ampullen und muss innerhalb eines Tages aufgebraucht werden.

In den ersten Tagen sollen vor allem gefährdete Gruppen geimpft werden. Dazu zählen Personen, die viel Kontakt mit anderen Menschen haben. „Der Arzt kennt seine chronisch kranken Patienten, denen er diese Empfehlung geben kann“, meint Hüwel.   Grundsätzlich müsse aber jeder selbst entscheiden, wie er sich schützen will. Er selbst ist sich noch nicht ganz sicher, ob er sich impfen lässt: „Wahrscheinlich schon, um die Gefahr einer Infektion auszuschließen. Wir stehen ja dann in erster Front.“

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