Manche Restaurants haben die Preise für Speisen und Getränke erhöht. © picture alliance/dpa
Meinung

Wer im Elektromarkt Spendierhosen trägt, darf im Restaurant nicht knausern

Dass manche Restaurants die Preise für Speisen oder Getränke erhöht haben, schmeckt einigen Gästen gar nicht. Ein No-Go, findet unsere Autorin – vor allem im Hinblick auf andere Käufe.

Ein neuer Flachbildfernseher für 1.700 Euro, ein iPhone für 1.150 Euro, ein Laptop für 800 Euro – bei derartigen Anschaffungen zucken einige Kunden noch nicht einmal mit der Wimper. Dabei ist keines dieser Geräte auch nur ansatzweise überlebenswichtig.

Sicherlich erhält man darüber Informationen zum Weltgeschehen und kann – gerade in Zeiten der Corona-Pandemie – auch über kilometerweite Entfernungen in Kontakt bleiben. Manche benötigen das Smartphone und den Laptop auch als Arbeitsgeräte, wenn der Arbeitgeber diese nicht bereitstellt.

Doch für die allermeisten wird es zum Leben und Überleben nicht von übermäßiger Bedeutung sein, ob sie all diese Geräte besitzen – und vor allem, ob es die teuren Marken-Exemplare oder günstigere Varianten sind. Über Preise wird nicht gestritten.

Gastro-Preise sorgen für Ärger

Ganz anders sieht es offenbar aus, wenn Lebensmittel-Preise und damit auch die Preise von Speisen oder Getränken in Restaurants steigen. In manchen Schwerter Gastronomie-Betrieben beschweren sich die Gäste sogar bei den Wirten. Ein Unding, wie ich finde.

Im Elektromarkt die Spendierhosen tragen, aber im Restaurant oder Supermarkt den Sparstrumpf, geht gar nicht. Natürlich sind Restaurant-Besuche nicht lebenswichtig. Aber wer dorthin geht, um einen schönen Abend zu verbringen oder nicht selbst kochen zu müssen, sollte bei minimal erhöhten Preisen nicht direkt an die Decke gehen.

Im Gegenteil: Gäste sollten dankbar sein, wenn Wirte bei erhöhten Preisen nicht auf Billigprodukte umsteigen, sondern weiterhin eine gute Qualität bieten.

Über die Autorin
Redakteurin für Schwerte und den Dortmunder Süden
Redakteurin, davor Studium der angewandten Sprachwissenschaften in Dortmund und Bochum. Sportbegeistert und vor allem tänzerisch unterwegs.
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Carolin West

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