Wie geht es an den Schulen in Schwerte weiter? Grüne fragen nach

Fragen im Ausschuss

Abwechselnd kehren die Schüler zurück zu Grund- und Gesamtschulen und Gymnasien. Wie genau das ablaufen soll, wird im Schulausschuss geklärt. Die Grünen haben wichtige Fragen erarbeitet.

Schwerte

27.05.2020, 14:24 Uhr / Lesedauer: 2 min
In die Turnhalle verlegt wurde die schriftliche Mathematik-Abiturprüfung am RTG, um wegen der Coronakrise ausreichende Sicherheitsabstände einhalten zu können.

In die Turnhalle verlegt wurde die schriftliche Mathematik-Abiturprüfung am RTG, um wegen der Coronakrise ausreichende Sicherheitsabstände einhalten zu können. © Reinhard Schmitz

Die Ratsfraktion der Grünen hat den Bürgermeister um Auskunft gebeten, wie genau die Umsetzung der Wiederaufnahme vom Schulunterricht in Schwerte ablaufen soll. Die Grüne Ratsfraktion hat zwölf der dringendsten Fragen zur Umsetzung der Hygieneregeln sowie zum Home-Schooling und zur Digitalisierung an die Verwaltung geschickt.

Die Fragen sollen im Schulausschuss am 3. Juni beantwortet werden.

So möchte die Fraktion beispielsweise wissen, wie die Klassenräume und die sanitären Anlagen mit Handwaschbecken, warmem Wasser, Seife und Desinfektionsmittel ausgestattet sind, wie viele Schüler maximal gleichzeitig in den Schulgebäuden unterrichtet werden können oder welche Programme und Lernplattformen beim Homeschooling eingesetzt werden.

Hier die Fragen der Grünen im Überblick:

Hygieneregeln

  • Wie ist der Stand der Ausstattung aller Klassenräume mit Handwaschbecken, Warmwasser und Seife?
  • Wie ist der Stand der Ausstattung aller Klassenräume mit Desinfektionsmitteln?
  • Wenn Unterricht zeitversetzt in kleinen Gruppen stattfinden soll, wie ist die Reinigung der Klassenräume (Boden, Stühle, Tische) vor dem jeweiligen Wechsel der Gruppen organisiert?
  • Von der Schuldezernentin einer Nachbarstadt war zu vernehmen, dass nur 50 Prozent der Schulräume zur Nutzung zur Verfügung stehen, weil das Reinigungspersonal und die Reinigungsintervalle nicht beliebig auszuweiten sind und deshalb bei doppelter Intensität wegen des Unterrichts in Gruppen im Endeffekt nur die Hälfte des sonst üblichen Potentials zur Verfügung steht. Wie stellt sich diese Situation in Schwerte dar?
  • Gibt es aus Sicht der Verwaltung eine Obergrenze der Zahl an Schülern, die unter den jetzigen organisatorischen Vorkehrungen und Hygieneregeln gleichzeitig in den jeweiligen Schulgebäuden unterrichtet werden können?
  • Ist beabsichtigt, die erhöhten Anforderungen an Hygiene auch über die Dauer der Corona-Epidemie hinaus beizubehalten?
  • Gibt es spezielle Regelungen für Schüler, die einer Risikogruppe angehören, damit sie ohne Ansteckungsgefahr an Prüfungen teilnehmen können?
  • Wurden oder werden Maßnahmen getroffen, um den Schülern einen sicheren Schulweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu ermöglichen?
  • Wie stellt sich die Beschulung von Schülern mit besonderem Förderbedarf unter den aktuellen Epidemieregelungen dar? Wird die Verwaltung insbesondere prüfen, in welchen Fällen Schüler mit besonderem Förderbedarf auch im häuslichen Umfeld von ihren Integrationshelfern unterstützt werden können?

Digitalisierung und Home-Schooling

  • Bei vermehrter Nutzung von Lernen und Unterricht mit digitalen Medien stellt sich die Frage nach der Ausstattung der Schulen mit entsprechender Hard- und Software. Wie stellt sich diese Situation in Schwerte in den jeweiligen Schulformen dar?
  • Werden entsprechende Lernplattformen oder -portale genutzt und wenn ja, welche? Wenn nicht, was wird an zu schaffenden Rahmenbedingungen für die Schulen geplant?
  • Wird eine Koordinierung der verschiedenen Schulen über die Erfahrungen mit digital unterstütztem Lernen praktiziert?
  • Wie weit ist der Anschluss der Schulen in Schwerte an das Glasfasernetz fortgeschritten? Ist beispielsweise die Zeit der Schulschließungen genutzt worden, wenn nein, warum nicht?
  • Wie ist der Stand der Ausstattung mit Endgeräten bei Schülern? Wie viele Schülerinnen und Schüler, gerade aus einkommensschwachen Familien, verfügen über kein geeignetes Endgerät, um an Online-Veranstaltungen teilnehmen zu können? Wie reagieren Schulen und Schulverwaltung darauf?

All diese Fragen sollen im Ausschuss für Schule und Sport am kommenden Mittwoch (3. Juni) geklärt werden.

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