Elsebad

Wie schützt sich das Elsebad künftig vor verheerenden Hochwassern?

Das Hochwasser vom Juli hat das Elsebad schwer getroffen. Um in Zukunft vor derlei Katastrophen geschützt zu sein, gab es am Montag (2.8.) ein Planungstreffen mit städtischen Fachleuten.
Um Schäden wie diese künftig zu vermeiden, kam es zu einem Planungstreffen in Sachen Hochwasserschutz. © Vanessa Trinkwald

Zum zweiten Mal nach 2010 war am 14. Juli das Elsebad von einem zerstörerischen Hochwasser betroffen. Die Hauptursachen hierfür sind zum einen die im südlichen Bereich liegende Liegewiese, die bei Hochwasser des Elsbachs überflutet wird. Zum anderen die zu kleinen Rohre unter der Straße „Am Winkelstück“.

Hier muss der Elsebach eine Engstelle passieren, die in Fällen heftigen Starkregens bei weitem nicht genug Durchlass für die anströmenden Wassermassen bietet. Deshalb staut sich das Bachwasser in Windeseile auf und überschwemmt das Gelände und die Gebäude des Elsebades.

Umgestaltung des Bachverlaufs bis heute nicht umgesetzt

Während das Elsebad nach dem Hochwasser im November 2010 verschiedene Maßnahmen zur Sicherung gegenüber künftigen Hochwasser-Ereignissen umgesetzt hat, gab es seitens der Stadt Schwerte zwar Planungen zur Umgestaltung des Bachverlaufs. Diese sind aber bis heute nicht umgesetzt worden. Tatenlos den nächsten Überschwemmungen entgegenzugehen, sei aber keine Option.

Nachdem sich die SEG an der Beseitigung des Hochwasser-Schlamms auf dem Parkplatz beteiligt hatte, fand am Montag (2.8.) ein erstes Arbeitstreffen zwischen Fachleuten der Stadt Schwerte, der Stadtentwässerung Schwerte-GmbH, dem planenden Ingenieurbüro und Vertretern des Bürgerbades sowie der ebenso betroffenen DLRG-Ortsgruppe statt. Das Thema: die Planung und Errichtung eines effektiven Hochwasserschutzes. Die Elsebad-Verantwortlichen betonten dabei eindringlich die Notwendigkeit, Maßnahmen schnell umzusetzen.

Auch im Jahr 2010 hatte das Hochwasser das Elsebad getroffen. DLRG und die Ehrenamtlichen des Bads wollen nicht warten, bis die nächste Katastrophe eintritt.
Auch im Jahr 2010 hatte das Hochwasser das Elsebad getroffen. DLRG und die Ehrenamtlichen des Bads wollen nicht warten, bis die nächste Katastrophe eintritt. © Elsebad © Elsebad

Bereits vor etwa vier Jahren sind seitens der Stadt Schwerte Genehmigungsplanungen nach § 68 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) bei der zuständigen Wasserbehörde eingereicht worden. Dabei ging es um Pläne zur Eindeichung des Elsebaches im Bereich der Liegewiese, zur Lenkung von Wassermassen in die beiden Teilbäche, die das Elsebad umfließen sowie zur Erweiterung der Durchläufe unter der Straße.

Zustimmung der Anlieger wird ebenfalls benötigt

Mehr Wasser, das schneller als bisher abfließen kann, bedeutet aber auch für die Unterlieger am Elsebach, dass auch sie sich verstärkt gegen Überschwemmungen sichern müssen. „Die Hochwasserschutzmaßnahmen bedürfen der Zustimmung aller Anlieger am Elsebach, oberhalb wie unterhalb des Elsebads“, betonten deshalb die städtischen Teilnehmenden der Runde. Das mache die Umsetzung von Maßnahmen nicht einfacher, weil zu den bereits geplanten Maßnahmen nicht von allen Seiten Zustimmungen vorliegen.

Die aber sind für weitere Schritte der Wasserbehörden und der Stadt Voraussetzung für die Umsetzung. Für das Elsebad und die DLRG sei aber eine möglichst zeitnahe Umsetzung baulicher Maßnahmen existentiell wichtig; denn es sei nicht davon auszugehen, dass bis zum nächsten Hochwasser wieder zehn Jahre vergehen.

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