Wo bald jeder Nachbar sein eigenes Gemüse anbauen kann

mlzGemeinschaftsgarten

In Holzen startet ein Gartenprojekt, das so bisher einmalig in der Stadt ist. Die Initiatoren erhoffen sich davon einen neuen Treffpunkt in der Ruhrstadt. Und so kann man mitmachen.

Schwerte

, 09.02.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Ort, an dem sich Jung und Alt treffen, sich austauschen und gemeinsam Projekte verwirklichen können. Dieser entsteht gerade mitten in einem Wohngebiet in Schwerte

Ein Ort, wo man gerne hin geht

Noch sieht man nicht viel auf der Grünfläche oberhalb des AWO-Kindergartens in Holzen. Auf der über 600 Quadratmeter großen Fläche wachsen Gräser und andere Pflanzen wild in die Höhe, an der Seite steht ein Haufen mit Baumaterial.

Zwischen dem „Hugo-Grotius-Weg“ und „Am Zimmermanns Wäldchen“, in direkter Nachbarschaft zum Friedrich-Krahn-Seniorenzentrum, hat die Stadt ein Grundstück für den Gemeinschaftsgarten Holzen zur Verfügung gestellt.

Hier soll laut Initiator Oliver Golz ein Ort entstehen, „wo man in Schwerte-Holzen gerne hingeht, weil dort was los ist und man sich austauschen kann.“

Wo bald jeder Nachbar sein eigenes Gemüse anbauen kann

Auf der Grünfläche oberhalb des AWO-Kindergartens in Holzen entsteht ein Gemeinschaftsgarten. © Dennis Görlich

Eigenes Obst und Gemüse

In dem Garten sollen schon bald Obst, Gemüse und Kräuter von den Holzenern angebaut werden, ganz natürlich und ohne chemische Hilfsmittel. In Hochbeeten werden künftig Obst und Gemüse aus Holzpaletten wachsen.

Der Garten soll aber nicht nur den Erwachsenen Freude bereiten. Kindern und Jugendlichen soll hier gezeigt werden, wie sie ihre eigenen Lebensmittel anbauen, pflegen und ernten können.

Damit sich auch wirklich jeder an dem Projekt beteiligen kann, wird der Garten barrierefrei gestaltet.

Die gemeinsame Arbeit soll nicht nur Spaß machen, sie soll laut Oliver Golz auch die Gemeinschaft der unterschiedlichen Generationen stärken. Alt und Jung sollen voneinander lernen und sich gegenseitig helfen.

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Für den Gemeinschaftsgarten konnten bereits einige Unterstützer gewonnen werden. Die Theodor-Fleitmann-Grundschule ist Teil des Projektes. So soll es im Rahmen des Unterrichts oder in einer Garten-AG einige Aktionen mit den Schülern geben.

Die AWO Holzen beteiligt sich ebenfalls am Gemeinschaftsgarten. Quartiersmanagerin Johanna Barbosa unterstützt das Projekt nicht nur mit Ideen. Mithilfe eines Budgets kann sie zudem – wo Spenden fehlen – finanzielle Unterstützung leisten.

Weitere Mitstreiter gesucht

Oliver Golz hofft, dass sich noch möglichst viele Holzener angesprochen fühlen und am Garten beteiligen. Arbeit gibt es gerade zu Beginn noch genug.

Das Gelände wird demnächst durch eine Totholz-Hecke eingezäunt, die dann einen Lebensraum für unterschiedliche Tiere bieten soll. Zudem wird ein Gerätehaus für den Gemeinschaftsgarten gebaut, wofür noch tatkräftige Unterstützung gebraucht werden kann. Golz und seine Mitstreiter hoffen aber noch auf weitere Sponsoren für das Projekt.

Auf der Nachbarschaftsplattform nebenan.de werden Helfer und Interessierte aus Holzen über die Fortschritte und aktuelle Projekte des Gartens auf dem Laufenden gehalten.

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