Zehn Dinge, die die Linke in Schwerte ändern will - neues Schwimmbad

mlzWahlprogramm

Klar, das Wahlprogramm der Linken hält soziale Segnungen bereit. Aber auch zum Thema Umwelt oder Kultur wird deutlich Position bezogen. Und dann ist da noch die Idee mit dem Schwimmbad.

Schwerte

, 15.07.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im September findet die Kommunalwahl statt. Da aber durch den Rücktritt Heinrich Böckelührs und der Wahl von Dimitrios Axourgos vor zwei Jahren keine Bürgermeisterwahl stattfindet, rücken die Themen in den Vordergrund. Wer will eigentlich was für die Stadt? Die Parteien haben ihre Wahlprogramme festgelegt. Heute zehn Dinge, die die Linke in Schwerte ändern will.


1. Elektroladesäulen auch für Mietshäuser

Elektromobilität darf nach Ansicht der Linken keine Angelegenheit für Menschen mit Immobilieneigentum sein. Wer aber zur Miete wohnt, ist auf öffentliche Ladesäulen angewiesen. Deshalb wollen die Linken das Netz erheblich ausbauen.

2. Kostenlose Kindertagesstätten

Nicht nur in Coronazeiten ohne Angebot soll auf die Kita-Gebühren verzichtet werden. Von der Kita bis zur Uni soll Bildung kostenfrei sein. Das steht in allen Wahlprogrammen der Linken. Auf die Kommune übertragen bedeutet das: Der Verzicht auf Kita-Gebühren.

3. Eine Bildungskarte vom Jobcenter für Kinder

Anstelle von Hilfen mit aufwendigen Antragsformularen und vielen Wegen zum Amt, soll für Kinder aus Haushalten, die auf staatliche Unterstützung angewiesen sind, eine Bildungskarte ausgegeben werden. Die kann dann von den betroffenen gegenüber dem Schulträger oder anderen Bildungseinrichtungen eingesetzt werden, um zum Beispiel Schulessen oder Lehrmittel zu bekommen, ohne dass der Schüler sich outen muss, oder seine Eltern Anträge ausfüllen müssen. „Wenn das mit dem Jobcenter nicht machbar ist, kann man das auch über das Sozialamt regeln“, so Linken-Ratsvertreterin Mechthild Kayser.

4. Neue Jugendzentren gründen

In einer Stadt, in der es keine oder nur wenige kommerzielle Angebote gibt, kommt der öffentlichen Jugendförderung nach Ansicht der Linken eine größere Verantwortung zu. Deshalb sollen nicht nur mehr Mitarbeiter für die Jugendarbeit eingestellt, sondern auch mehr in Jugendzentren investiert werden. Alle Stadtteile müssten moderne und attraktive Jugendeinrichtungen haben.

5. Sportvereine in Schulunterricht einbinden

Nachmittagsunterricht sorgt dafür, dass bei Sportvereinen oft Jugendliche und Kinder fehlen. Außerdem drängeln sich die Nutzer der Sportanlagen in wenigen Abendstunden. Das wollen die Linken dadurch lösen, dass man die Vereine in den Unterricht und das Betreuungsangebot der Schulen einbindet. Dafür müssten die Vereine dann aber auch mit den entsprechenden Mitteln für ihre Jugendarbeit ausgestattet werden.

6. Gymnasien in die Gesamtschulen auflösen

Eine Schulform für alle Schüler gehört zu den Grundsätzen der Linken. Demzufolge sollte es auch in Schwerte nur Gesamtschulen geben.

7. Mehr geförderte Wohnungen

Die Linke findet die Schwerter Drittel-Lösung, also ein Drittel sozialer Wohnungsbau, ein Drittel Mietwohnungen und ein drittel Eigentum bei großen Bauprojekten habe versagt. Deshalb soll vor allem bei den Geschäften der städtischen Immobiliengesellschaft mehr auf geförderte Wohnungen geachtet werden. Bisher habe die Immobilien-Entwicklungsgesellschaft, in der Stadtwerke und Sparkasse gemeinsam auf dem Immobiliensektor handeln, auf diesem Gebiet versagt.

8. Reinigungskräfte werden wieder bei der Stadt angestellt

Die Linke will keine Privatisierung von öffentlichen Jobs. Ein Beispiel dafür sind

Reinigungskräfte im Rathaus, die für Privatfirmen arbeiten und im Rathaus oder öffentlichen Einrichtungen putzen. Deren Arbeitsplätze waren vor Jahren in die Privatwirtschaft übergegangen.

9. Ein neues Schwimmbad wird gebaut

Die Infrastruktur in Schwerte muss genau so gut sein, wie die einer vergleichbaren Kommune im Raum Düsseldorf. Dazu gehöre eben auch, dass man zum Beispiel ein weiteres Schwimmbad bauen würde. Denn das kleine Stadtbad sei überlastet. Aber in dem Programm steht auch der Ausbau des Breitbandnetzes, mehr Sportstätten und bessere Kindergärten und Schulen.

10.Kultur zurück ins Amt

Kultur muss wieder städtisch verwaltet und vor allem finanziert werden, fordern die Linken. Dazu gehört die Rückführung der in eine Anstalt öffentlichen Rechts ausgegliederten Kulturbetriebe in die städtische Verwaltung und mehr Geld für Kulturschaffende. Der Kulturbegriff, soll sich aber auch auf Einrichtungen wie das Rattenloch oder das Proberaumzentrum beziehen.

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