Frischer Wind am Ostentor: Beate Bressen (l.) und Marina Justus (r.) haben als „Hausärzte am Ostentor" die Praxis über der Aesculap-Apotheke übernommen, die Bernd Graf (M.) in den vergangenen Wochen umfangreich modernisiert hat. © Reinhard Schmitz
Ärzte in Schwerte

Zwei junge Ärztinnen übernehmen Hausarztpraxis am Ostentor

Frischer Wind weht durch die Hausarztpraxis im Ärztehaus Am Ostentor, die von zwei jungen Ärztinnen übernommen worden ist. Eine der beiden Medizinerinnen ist in Schwerte keine Unbekannte.

Viele Patienten haben von dem Wechsel gar nichts mitbekommen. Am Empfang der Hausarztpraxis über der Aesculap-Apotheke Am Ostentor werden sie von bekannten Gesichtern begrüßt. Die vier medizinischen Fachangestellten des Helferinnen-Teams sind auch gelieben. Termine bei Dr. Maria Rozsnoki oder Harald Becker vergeben sie allerdings nicht mehr. Nachdem die früheren Inhaber relativ lautlos in Rente gegangen sind, sind zum 1. Juli zwei junge Ärztinnen in die Praxisräume eingezogen. Beate Bressen (42) und Marina Justus (43) kümmern sich dort um die Gesundheit ihrer Patienten. Wer genau hinschaut, erkennt den frischen Wind am neuen Logo mit dem Titel „Hausärzte am Ostentor“.

Beate Bressen war schon im Marienkrankenhaus tätig

Bilder an den Wänden im Sprechzimmer zeigen, dass die beiden neuen Ärztinnen im Ruhrgebiet verwurzelt sind. Beate Bressen ist in Polen geboren, aber verbrachte schon ihre Kindergarten- und Schulzeit in Deutschland. Ihr Medizin-Studium absolvierte sie dann in Bochum und Essen. Anschließend arbeitete die Fachärztin für Allgemeinmedizin und für Anästhesie schon einmal zwei Jahre in der Praxis Becker sowie im Marienkrankenhaus. Dann sei der Wunsch größer geworden, mit einer eigenen Praxis noch näher an ihre Patienten heranzurücken, erzählt sie.

Die Bilder an den Sprechzimmer-Wänden zeigen, wie verwurzelt die Ärztinnen Beate Bressen (l.) und Marina Justus (r.) im Ruhrgebiet sind.
Die Bilder an den Sprechzimmer-Wänden zeigen, wie verwurzelt die Ärztinnen Beate Bressen (l.) und Marina Justus (r.) im Ruhrgebiet sind. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

In denselben Räumen ist Marina Justus tätig. Sie stammt aus Russland, kam aber direkt nach dem Abschluss ihres Studiums als 23-Jährige nach Deutschland. Am Marienhospital Dortmund erwarb sie die Qualifikation als Fachärztin für Innere Medizin. Erfahrungen als Hausärztin sammelte sie zudem in zehnjähriger Tätigkeit in einer Praxis im Dortmunder Kreuzviertel. Jetzt, da die Kinder zehn und sieben Jahre alt sind, sah sie die Zeit gekommen, sich mit einer eigenen Praxis niederzulassen.

Patienten schätzen die rund 25 eigenen Parkplätze am Ärztehaus

„Wir sind bislang sehr zufrieden“, sagt Beate Bressen. Die Hausarztpraxis biete das komplette Leistungsspektrum von Gesundheitsuntersuchungen bis zu Impfungen: „Jeder, der ein Anliegen hat, ist bei uns gern gesehen.“ Der Besuch erfolgt – außer in akuten Fällen – nach Terminabsprache. Wer Symptome einer Atemwegserkrankung hat, wird zum Schutz anderer Patienten in eine Infektionssprechstunde am Ende der normalen Sprechzeit gebeten.

Und noch etwas ist neu: Auf der Homepage im Internet können Rezepte und Überweisungen bestellt werden – ohne Anstehen oder Telefon-Warteschlange.

Außerdem schätzen Patienten den Aufzug und die rund 25 eigenen Parkplätze rund um das Ärztehaus Am Ostentor 5, das die Eltern von Apotheker Bernd Graf 1975 gemeinsam mit ihrer Aesculap-Apotheke errichtet haben. Deren Räume sind in den vergangenen Wochen komplett renoviert und umgestaltet worden.

Sprechzeiten und Terminvergabe

  • Die Hausärzte am Ostentor sind in der ersten Etage des Ärztehauses Am Ostentor 5 zu finden.

  • Sprechzeiten sind: montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 12 und 15 bis 17 Uhr; mittwochs von 8 bis 12 Uhr; freitags von 8 bis 13 Uhr.
  • Der Besuch erfolgt nach Terminabsprache unter Tel. (02304) 5975000.
Über den Autor
Redaktion Schwerte
Reinhard Schmitz, in Schwerte geboren, schrieb und fotografierte schon während des Studiums für die Ruhr Nachrichten. Seit 1991 ist er als Redakteur in seiner Heimatstadt im Einsatz und begeistert, dass es dort immer noch Neues zu entdecken gibt.
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