Zwei zahme Enten in Kartons im Wald ausgesetzt

Rettung vor dem Fuchs

Ente gut, alles gut, möchte man sagen, wenn man die beiden Warzenenten plantschend im Teich von Sylvia Niederhäuser in Dortmund-Schüren erlebt. Jemand hatte die beiden zahmen Vögel in Pappkartons im Westhofener Wald ausgesetzt und damit beinahe zum Tode verurteilt.

WESTHOFEN/DORTMUND

18.11.2012, 22:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die beiden zutraulichen Warzenenten, die jemand im Westhofener Wald ausgesetzt hat.

Die beiden zutraulichen Warzenenten, die jemand im Westhofener Wald ausgesetzt hat.

„Die haben noch am Abend erst mal wie verrückt gebadet und 20 Minuten im Teich geplantscht“, erzählt Sylvia Niederhäuser, während die beiden sechs Kilo schweren Erpel zwischen kleinen Hottentottenenten, Herbstpfeifgänsen und vielen anderen Entenarten paddeln. Sie glaubt, dass die beiden als kleine niedliche Enten erst zu Ostern angeschafft wurden und den Besitzern dann über den Kopf gewachsen sind: „Die machen sehr viel Dreck und können über 20 Jahre alt werden.“ Vermutlich haben die beiden in einer Familie gelebt. „Kinder und Hunde sind sie gewohnt. Vor denen laufen sie nicht weg.“ Sie waren sogar auf Rottweiler Peggy zugelaufen.

Sylvia Niederhäuser würde gern die Beweggründe wissen, warum jemand diese Tiere ausgesetzt hat: „Man hätte sie doch zum Bauern bringen können oder ins Tierheim.“ Aufgrund ihrer sehr markanten Zeichnung erkenne jemand die Tiere vielleicht wieder, hofft sie. Auch die Kartons für Inkontinenzbinden, in denen sie ausgesetzt wurden, könnten einen Anhaltspunkt liefern, wo die zwei herkommen. Jetzt bleiben die beiden Warzenenten erst einmal bei Silvia Niederhäuser. Gesund sind sie. Und wohlgenährt. Ihre Gastgeberin meint: „Eigentlich zu fett.“ 

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