Alexander Griskevic, hier im Test gegen Selm, blieb im Test gegen Sarajevo-Bosna lange glücklos. © Nico Ebmeier
Fußball

Cappenberg schießt fünf Tore im Test, aber: „Abschluss ist unser größtes Manko“

Nachdem GS Cappenberg im letzten Test die ersten Treffer gelungen waren, fuhr der A-Ligist nun den ersten Sieg ein. Die Mannschaft von Trainer Pascal Harder netzte dabei sogar fünffach.

So langsam scheint Grün Schwarz Cappenberg in Fahrt zu kommen. Nachdem der Fußball-A-Ligist die ersten vier Freundschaftsspiele ohne eigenen Treffer verloren hatte, platzte gegen den BV Lünen bei der 3:4-Niederlage der Knoten. Nun, im Test gegen den klassengleichen FC Sarajevo-Bosna aus Dortmund, fuhr Cappenberg den ersten Sieg ein. Trotz fünf eigener Tore erkannte Harder, dass der Abschluss nach wie vor das große Problem der Grün-Schwarzen ist.

Es war ein kurzweiliges Spiel, das sich Sarajevo-Bosna und GS Cappenberg lieferten. Am Ende bewies das auch die Anzeigetafel, auf der ein 5:3-Erfolg für die Cappenberger prangte. „Das hat heute ganz passabel ausgesehen, da kann man drauf aufbauen“, lautete das Fazit von Trainer Pascal Harder, der erneut auf viele Spieler verzichten musste und in der zweiten Halbzeit selbst in der Sturmspitze auflief. „Geplant war eigentlich, dass ich mich fitter mache und dann einspringe, wenn Not am Mann ist“, erklärte Harder – nun war eben Not am Mann und er selbst noch nicht fit.

Sarajevo-Bosna macht in der ersten Halbzeit viel Druck

„Ich habe nur die nötigsten Wege gemacht“, beschreibt der Spielertrainer, „da kamen mir dann meine Erfahrung und auch Glück zugute“. Dass Cappenberg das Spiel am Ende gewinnen würde, zeichnete sich indes anfangs nicht ab.

Sarajevo-Bosna, trainiert von Harders Vater Oliver, schlug ein hohes Tempo an und presste aggressiv. „Die haben ordentlich Druck gemacht in der ersten Halbzeit, da wurden wir zum teil nervös“, erkannte Pascal Harder. Nach Lattenschuss in der 15. Minute gingen die Dortmunder zehn Minuten später verdient in Führung.

Nach Fehlpass von Robin Twieling erhöhten die Gastgeber nach einer halben Stunde auf 2:0, kurz zuvor hatte Alexander Griskevic für Cappenberg eine Riesenchance vergeben – für den Stürmer sollte es nicht die letzte sein. Kurz vor der Pause patzte Sarajevos Schlussmann, der zulange wartete und beim Klärungsversuch Simon Garwer anschoss. Der Ball kullerte ins Tor (41.).

Nach dem Seitenwechsel trat Cappenberg besser auf. „Da hatten wir gute Passstafetten und Diagonalwechsel, haben außerdem viele zweite Bälle gewonnen“, erkannte Harder, der nun selbst auf dem Platz stand.

Robin Selbstaedt köpft das 3:2 für Cappenberg

Zwei Minuten waren gespielt, als der Ball im Tor war: Robin Selbstaedt bewies viel Übersicht, legte quer auf Maximilian Stasch, der problemlos vollendete. Wiederum nur wenige Minuten verpasste Cappenberg die Führung: Griskevic setzte sich erst gut durch, vergab dann aber im direkten Duell mit dem Keeper (53.).

Die Grün-Schwarzen waren aber nun am Drücker und die endgültige Wende brachte ein Standard: Harder schlug die Ecke auf den kurzen Pfosten, Selbstaedt verlängerte den Ball in die Maschen und belohnte sich damit für einen starken Auftritt (62.).

In der Folge ließen bei beiden Teams die Kräfte nach, das Tempo aus der ersten Hälfte zollte vor allem bei Sarajevo-Bosna Tribut. In der 74. Minute war es erneut Harder, der servierte: Seinen mit viel Tempo gespielten Querpass vollendete Stasch zum 4:2 (74.). Muflizovic verkürzte zwar rasch (77.), ehe erneut Griskevic einen Hochkaräter vergab (79.).

Es schien ein gebrauchter Tag für den Stürmer zu werden, der sich dann aber doch noch in die Torschützenliste eintrug und mit dem 5:3 den Schlusspunkt setzte (81.). „Er hat zum Glück noch seine Bude gemacht und sich damit belohnt“, freute sich Harder mit seinem Angreifer, betonte aber dennoch: „Das größte Manko bleibt unser Abschluss.“

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Seit 2019 als freier Mitarbeiter für Lensing Media im Einsatz. Hat ein Faible für sämtliche Ballsportarten und interessiert sich für die Menschen, die den Sport betreiben - von der Champions League bis zur Kreisliga.
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