Die SG Selm hat einen Neuzugang mit Tor-Riecher. © Matthias Henkel
Fußball

Ein Neuzugang der SG Selm träumt vor jedem Spiel vom Hattrick

Dass er weiß, wo das Tor steht, hat ein Neuzugang der SG Selm schon bewiesen. Zwar setze er sich kein Tore-Ziel vor einer Saison, räumt aber doch ein, dass er sich stets einen Hattrick ausmalt.

Noch rund zwei Monate, dann geht es wieder los: Die Saison im Amateurfußball rückt näher und näher. Insbesondere für die Stürmer bedeutet dies, dass auch die Sehnsucht nach dem eigenen Torerfolg bald beendet ist. Ein Neuzugang des A-Ligisten SG Selm kann die Rückkehr auf den Fußballplatz kaum erwarten.

„Die Vorfreude ist riesig“, verrät Sebastian Rast. Der 21-Jährige ist vom SuS Olfen zur SG Selm gewechselt und will nun endlich loslegen: „Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wann ich zuletzt ein normales Mannschaftstraining hatte. Ich freue mich einfach darauf, wieder kicken zu können.“

Lange muss er nicht mehr warten, denn der A-Ligist, trainiert von Rasts Vater Mario, startet am Dienstag (22. Juni) in die Vorbereitung. Dann wird der Stürmer auch seine neuen Teamkollegen kennenlernen – und mit ihnen seine internen Konkurrenten. Gerade in der Offensive ist die SG stark besetzt.

Sebastian Rast, hier noch für den SuS Olfen jubelnd, wird bald für die SG Selm auf Torejagd gehen.
Sebastian Rast, hier noch für den SuS Olfen jubelnd, wird bald für die SG Selm auf Torejagd gehen. © Jura Weitzel © Jura Weitzel

„Im Grunde kenne ich meine Konkurrenz nur auf dem Papier“, erklärt Rast, der sich dem Kampf um die Startplätze aber stellen wird. „Dessen war ich mir ja bei meinem Wechsel bewusst. Ich bin ohnehin ein Befürworter des Konkurrenzkampfes, nur so kann man besser werden“, stellt der Angreifer klar.

Und wenn er selbst zunächst einen Platz auf der Bank zugewiesen bekäme? „Dann bleibe ich dabei: Konkurrenz belebt eine Mannschaft und ist extrem wichtig.“

Lieber würde Sebastian Rast natürlich mit Anpfiff auf dem Rasen stehen und seinem neuen Klub mit Toren helfen. Dass er weiß, wo das Tor steht, hat er bereits vielfach unter Beweis gestellt: In der Saison 2019/20 sicherte er sich die Torjägerkanone der Ruhr Nachrichten.

Tore allein würden ihn aber nicht glücklich machen. „An erster Stelle steht immer der Team-Erfolg“, betont Rast und fügt an: „Danach kommt aber direkt, dass ich einen Anteil an unserem Angriffsfußball haben will, ob es nun ein Tor oder die Vorlage dazu ist.“

So sieht ein typisches Rast-Tor aus

Was er davon insgeheim bevorzugt, ist auch klar: „An sich will ich einfach involviert sein in unsere Offensive, aber ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich mir nicht vor jedem Spiel einen Hattrick ausmale. Dafür bin ich viel zu hungrig.“

Besonders gefährlich sei er im Strafraum. Ein typisches Rast-Tor sehe so aus: „Der Außenspieler legt den Ball von der Seite in den Rückraum des Sechzehners. Von dort knalle ich den Ball mit dem ersten oder zweiten Kontakt in die Ecke.“ Ein Weitschuss-Spezialist sei er hingegen nie gewesen: „Wenn ich zurückdenke, habe ich eigentlich fast alle Tore aus dem Strafraum heraus erzielt.“

Ob sich das bei der SG Selm ändert, werden die kommenden Monate zeigen. Rast jedenfalls brennt auf den Saisonstart und hat einen persönlichen Wunsch: „Verletzungsfrei bleiben.“ Denn nach einem Meniskusriss als A-Jugendlicher fiel er zehn Monate aus: „Da habe ich im Grunde eine komplette Saison verpasst und weiß es nun umso mehr zu schätzen, drei Mal die Woche trainieren und am Sonntag spielen zu können.“ Gut also, dass die Wartezeit nun vorbei ist und Sebastian Rast seiner Leidenschaft auf dem Fußballplatz wieder nachgehen kann.

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Seit 2019 als freier Mitarbeiter für Lensing Media im Einsatz. Hat ein Faible für sämtliche Ballsportarten und interessiert sich für die Menschen, die den Sport betreiben - von der Champions League bis zur Kreisliga.
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