Der PSV Bork verliert einen langjährigen Spieler. © Sebastian Reith
Fußball

Ein Urgestein des PSV Bork verlässt den Verein – aber nicht sofort

Im kommenden Sommer wird der PSV Bork einen langjährigen Spieler verlieren. Eigentlich kann er schon bald kaum mehr für den PSV auflaufen. Damit das dennoch klappt, nimmt er einige Strapazen auf sich.

Bei vielen Fußball-Klubs laufen die Personalplanungen in der Winterpause auf Hochtouren. Durch die coronabedingte verlängerte Saisonunterbrechung haben die Vereine nun noch mehr Zeit, um ihre Kader für die neue Saison zusammenzustellen oder dem aktuellen Team personell den letzten Schliff in der Winterpause zu verpassen.

Beim PSV Bork ist man da schon ein gutes Stück weiter. Das komplette Trainer- und Betreuerteam um Headcoach Sanmi Ojo wird den B-Ligisten auch in der kommenden Saison begleiten. Zudem gaben bereits 24 Spieler ihre Zustimmung für die neue Spielzeit. Nur ein Spieler wird dann nicht mehr mit an Bord sein: Das Borker Urgestein Pascal Zander wird den Verein verlassen.

Pascal Zander verlässt den PSV Bork

Im neuen Jahr wird der 28-Jährige Bork verlassen. Zander wird zu seiner Freundin nach Brunskappel, einem zu Olsberg gehörenden Dorf im Sauerland, ziehen. Aktiv am Vereinsleben sowie Training- und Spielbetrieb beim PSV Bork teilzunehmen, wird dann erheblich schwieriger, denn Bork und Brunskappel trennen eine eineinhalbstündige Autofahrt.

Pascal Zander wird nach dem Ende der Saison den PSV Bork verlassen. © Jura Weitzel © Jura Weitzel

Dennoch will Zander in der Rückrunde weiter für den PSV auflaufen und am Training teilnehmen, wenn ihm das möglich ist. „Ich will einfach nicht jetzt im Winter aufhören“, sagt Zander. „Ich bin Borker durch und durch. Für mich ist das eine Herzensangelegenheit.“

Die Mannschaft will der 28-Jährige nicht im Stich lassen, wie er sagt. „Als Kapitän und bei dem Umbruch, den wir vollziehen, wollte ich nicht einfach so gehen.“

Der PSV verliert ein Urgestein, das schon „zig Jahre“ (Zander) in Bork spielt. Entsprechend ungern lassen die Borker ihren Kapitän ziehen. „Wir finden das schon traurig, haben aber natürlich Verständnis“, sagt Trainer Ojo. „Pascal ist ein cooler, aufgeschlossener Typ. Jeder, der seinen Abgang nicht bedauert, hätte den Helm am Brennen.“

Kontakt in die Heimat soll erhalten bleiben

Aber natürlich muss es kein Abschied für immer sein, zumal Zander den Kontakt in die alte Heimat aufrechterhalten will. Das gilt auch dann, wenn er sich vollends in Brunskappel niedergelassen hat. Ob er dort bei einem Klub Fußball spielen wird, weiß Zander noch nicht. „Ich hab schon ein Angebot gehabt. Aber erstmal muss ich den Umzug hinter mich bringen.“

Den Blick Richtung Bork wird Zander aber weiter richten. „Meine Eltern und meine Schwester wohnen in Bork. Wenn ich sie besuche, werde ich zusehen, dass ich auch noch regelmäßig in Bork am Platz bin“, sagt der Mittelfeld- und Abwehrspieler. „Außerdem werde ich auch so zum Großteil der Mannschaft noch Kontakt haben.“

Vielleicht ist auch eine Rückkehr nach Bork denkbar. Zumindest werden einige beim PSV insgeheim darüber nachdenken. „Wir haben die Hoffnung, dass Pascal und seine Freundin vielleicht nach ein, zwei Jahren die Nase voll vom Sauerland haben und nach Bork zurückziehen“, meint Ojo augenzwinkernd. „Dann würden wir ihn mit offenen Armen wiederaufnehmen.“

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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