Jens Althoff auf seiner Enduro beim ADAC-Rallye-Cup in Itterbeck. © Privat
Motorsport

Endurofahrer Jens Althoff fit fürs Comeback, aber: Corona gibt den Startschuss

Schon fast zwei Jahre hofft Endurofahrer Jens Althoff auf sein sportliches Comeback. Erst kamen Verletzungen auf ihn zu, dann die Coronakrise. Nun liegen seine Hoffnungen auf den kommenden Monaten.

Das Jahr 2020 sollte der sportliche Comeback-Moment sein für Endurofahrer Jens Althoff. Doch erst stoppte ihn ein Muskelfaserriss, dann eine Verletzung am Schienbeinkopf. Also alles auf Anfang und auf den Rest des Jahres hoffen. Die Coronapandemie macht dem 41-Jährigen jedoch einen Strich durch die Rechnung.

Und auch in diesem Jahr sieht es mit einem richtigen Comeback auf seinem Enduro-Motorrad noch nicht optimal aus. Denn Wettkämpfe stehen bis dato nicht im Kalender. Alle Veranstaltungen im Frühjahr und Sommer wurden bereits abgesagt, weiß der Selmer. Was im Herbst möglich ist, stehe noch in den Sternen. Das sei alles von den jeweiligen Vereinen und Motorsportverbänden abhängig. Und auch von der dann geltenden Coronaschutzverordnung.

Kaum eine Serie machbar im Herbst

Althoff ist sich aber jetzt schon sicher: Eine ganze Serie, also mindestens fünf Veranstaltungen, werden wohl nicht mehr stattfinden. Und die muss man sicher gefahren haben, um schlussendlich in die Wertung aufgenommen zu werden. Für nur einen Wettkampf beispielsweise bis nach Berlin zu fahren, kommt für den Motorsportfahrer nicht in Frage. „Das ist ja auch mit einem Kostenaufwand verbunden, überall hinzureisen“, erklärt er.

Unter normalen Umständen ist Althoff an 14 Wochenenden im Jahr unterwegs, um an den Events teilzunehmen. Bei einem Wettbewerb müssen die Fahrer dann schnellstmöglich eine vorgegebene Strecke von 60 bis 80 Kilometer absolvieren. Dabei gibt es zusätzlich zwei Enduro-Sonderprüfungen, die auf Bestzeit gefahren werden. „Da steht man den ganzen Tag unter Strom und hat kaum Pausen“, erklärt der Sportler des MSC Bork. Dass in 2020 kaum etwas gefahren werden konnte, sei einmalig, weiß Althoff, der schon seit 1997 auf seinem Enduro-Motorrad unterwegs ist.

Normalersweise geht es für Endurofahrer Jens Althoff bei Wettkämpfen über Stock und Stein. © Privat © Privat

Dabei vermisst er die Rennen extrem. „Der Wettkampf ist wie so eine Sucht. Und immer nur Training ist auch doof. Man will ja endlich wieder gegen die Uhr fahren.“ Allein wenn er an das Grasbahnrennen in Lüdinghausen denkt, an dem er aus Spaß oft teilgenommen hat, bekomme er leicht Gänsehaut. „Das fehlt einfach, auch der Kick, wenn man am Start steht.“ Hinzu kommt, dass er die Gemeinschaft im Endurosport sehr vermisst. Über die Jahre hinweg seien dort Freundschaften mit Menschen aus ganz Deutschland entstanden.

Für ein Training bis nach Schleswig-Holstein

Trainiert wird aber trotzdem, auch ohne die Sicherheit auf Wettkämpfe. Gerade erst am vergangenen Wochenende war Althoff mit drei Freunden in Schleswig-Holstein unterwegs. Im Juni will er aller Voraussicht nach noch einmal Richtung Norden aufbrechen und zwischendurch vielleicht mal nach Holland fahren.

Immer ein weiter Weg „nur“ für das Training. Doch Althoff erklärt, dass es in Selm und Umgebung kaum etwas zu fahren gibt, dass auf den Endurosport ausgerichtet ist. Hier gebe es eher Motorcross-Strecken, die zwar ein Muss seien, um Geschwindigkeit aufzubauen – aber eben nicht voll und ganz seiner Sportart entsprechen. „Das geht bei uns allen über Stock und Stein“, erklärt Althoff.

Für den 41-Jährigen bleibt nun das Warten bis zum Herbst und die Hoffnung, dass dann wieder Veranstaltungen zu fahren sind. Bereit für sein Comeback ist der Selmer auf jeden Fall. Auch der gesundheitliche Aspekt stimmt dieses Jahr.

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