Rote Karten führen in Zukunft zu einer Spielsperre statt einer Wochensperre. © Sebastian Reith
Fußballer

Fußballer reagieren auf die Einführung der Spieltagssperren bei Roten Karten

Wie bewerten die Fußballer die neue Regel, dass Platzverweise in Zukunft keine zeitlichen Sperren mehr nach sich ziehen, sondern der Rotsünder eine konkrete Zahl von Spielen zugucken muss?

Die Wochensperre ist Geschichte. Stattdessen führt der Verband auch im Amateurfußball eine konkrete Zahl an Spielsperren als Strafmaß ein, um das Schlupfloch spielfreier Wochen zu schließen. Damit werden Strafen demnächst wirkungsvoller. Denn Sperren, die in spielfreien Zeiträumen wie der Winterpause oder Feiertagspause abgefeiert werden, greifen jetzt. Die Trainer begrüßen die Novelle weitestgehend.

Matthias Potthoff, Co-Trainer SuS Olfen: „Nur logisch und absolut richtig. Habe nie verstanden, wieso das im Amateurfussball anders war. Genauso wie ich es absolut richtig fand, dass dann vor Jahren Gelb-Rot zu einer Sperre führte und dank digitaler Erfassungsmöglichkeiten nun auch seit ein paar Saisons die Gelbsperre existiert.“

Sanmi Ojo, Trainer PSV Bork: „Im Grunde ist diese Änderung nicht verkehrt, da eine Sperre nach einer Roten Karte auch meistens gerechtfertigt ist. Wenn diese Sperren dann einfach ablaufen, haben die Spieler auch überhaupt keinen Lerneffekt. So sitzt man wenigstens die Strafe richtig ab.“

Mario Plechaty, Trainer FC Nordkirchen: „Ich finde es persönlich eigentlich nicht schlimm. Letztendlich ändern sich ja auch nicht so sonderlich viel, außer das man vielleicht nicht mehr mit den Daten und den spielfreien nicht mehr durcheinander kommt.“

Florian Fricke, Kapitän FC Nordkirchen: „Ich finde das jetzt weder gut noch schlecht. Zum Glück sind ja Rote Karten bei uns auch eher die Ausnahme. Somit für die Änderung bei uns kaum einen Einfluss auf den Saisonverlauf.“

Tobias Lütjann, Co-Trainer der SG Selm: „Ich finde die neue Regeländerung gut und längst überfällig. So hat man zu jederzeit der Saison Gerechtigkeit.“

Deniz Sahin, Trainer SG Selm: „Das finde ich absolut okay und bin mit einverstanden. So wird Spieler für Vergehen bestraft und kann nicht auf Zeit spielt. Für alle ist es gleich.“

Reinhard Behlert, Trainer SC Capelle: „Da gibt es ja gar nicht so viel zu sagen. Ich finde es gut, weil es einfach die gerechteste Lösung ist. So kann keiner seine Sperre einfach auslaufen lassen.“

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Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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Nico Ebmeier
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Sportler durch und durch, der auch für alle Sportarten außerhalb des Fußballs viel übrig hat. Von Hause aus Leichtathlet, mit einer Faszination für Extremsportarten, die er nie ausprobieren würde. Gebürtig aus Schwerte, hat volontiert in Werne, Selm, Münster und Dortmund.
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Sebastian Reith

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