Dr. Ulrich Breilmann treibt die Planungen beim TC Cappenberg voran. © Henkel
Tennis

Gelände des TC Cappenberg soll neu gestaltet werden – so sind die Planungen

Schon länger ist das Klubheim des TC Cappenberg ein Sanierungsfall. Jetzt kommt Bewegung in die Umgestaltung des Geländes. Der Verein hat Großes vor.

Noch ist es ein weiter Weg, der vor dem TC Cappenberg liegt. Aber immerhin tut sich etwas auf dem Gelände des Tennisvereins – zumindest wenn es nach den Vorstellung von Dr. Ulrich Breilmann geht. Der Vereinsvorstand hat konkrete Pläne wie es weitergeht.

Das Klubhaus ist ein Sanierungsfall. Im Gebäude riecht es muffig. Zuletzt waren die Sanierungsplanungen beim Tennisclub etwas ins Stocken geraten. Die gräfliche Verwaltung Kanitz, auf dessen Gelände sich die Tennisanlage und das Klubhaus des TC Cappenberg befinden, hatte zuletzt keinen Förderantrag im Rahmen des Programms „Investitionspakt Sportstätten“ gestellt, aus dessen Topf ein Großteil der Kosten hätte übernommen werden können.

Zudem mussten die Plätze saniert werden. Die Generalüberholung wurde mit 50.000 Euro gefördert.

Verein und Verwaltung Kanitz setzen sich zusammen

Im August wollen sich Verein und gräfliche Verwaltung zusammensetzen, um einen neuen Pachtvertrag auszuhandeln. Danach könnte das Vereinsgelände umgestaltet werden – und es könnte einiges an Veränderungen geben.

Im Mittelpunkt steht die Errichtung eines neuen Vereinsheimes. „Im neuen Pachtvertrag werden wir uns von der alten Immobilie lösen“, sagt Breilmann. „Das hat der Graf angeboten. Er wird auch eine Anschubfinanzierung leisten, was sehr generös ist.“

Das alte Klubheim ist ein Sanierungsfall.
Verrammelte Fenster und muffiger Geruch im Innern: Das alte Klubheim ist ein Sanierungsfall. © Henkel © Henkel

Allein für die neue Klubimmobilie rechnet der Vereinsvorsitzende mit Kosten von etwa 150.000 Euro. „Die brauchen wir, sonst werden wir nicht richtig glücklich werden. Erst danach können wir richtig loslegen“, meint Breilmann. Bislang hat der Verein Sponsorengelder über etwa 40.000 Euro eingesammelt.

Weitere Geldgeber werden gesucht. Das neue Gebäude soll später auch die Möglichkeit bieten, dort Tagungen oder andere Veranstaltungen durchzuführen. Sponsoren können Nutzungsrechte erwerben.

Die Immobilie soll in Modularbauweise errichtet werden. Eine Baufirma hatte der Verein schon, allerdings trat der TCC vom Vertrag zurück. „In der Kommunikation war uns das Unternehmen nicht seriös genug“, berichtet Breilmann. „Wir werden mit Sicherheit eine andere Firma finden, die den Bau durchführt.“

Die Umgestaltung des Geländes am Brauereiknapp soll aber über die reine Errichtung eines neuen Klubgebäudes hinausgehen. Das Klubheim selbst soll mit einer Photovoltaik-Anlange ausgestattet werden, um benötigte Energie selbst zu erzeugen.

Auf der Wiese könnte das neue Klubheim entstehen. Es soll aber nicht nur bei der Immobilie bleiben.
Auf der Wiese könnte das neue Klubheim entstehen. Es soll aber nicht nur bei der Immobilie bleiben. © Henkel © Henkel

Gleichzeitig setzt der TCC darauf, dass das Vereinsgelände auch den Bürgern von Cappenberg zur Naherholung angeboten werden kann. Das Sportangebot auf der Anlage soll beispielsweise um eine Boule-Bahn ergänzt werden. Zudem könnte ein gastronomisches Angebot entstehen. Außerdem soll eine Ladestation für E-Bikes entstehen.

Der Weg für den TC Cappenberg ist noch ein weiter

Gleichzeitig muss die Anlage gepflegt werden. „Ihre Schönheit muss schon herausgearbeitet werden“, sagt Breilmann. Dann aber ist sich der Vorsitzende sicher, dass das Angebot auch angenommen wird. „Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass die Leute kommen werden. Schließlich ist es ein schöner Ort, an dem man entspannen kann, es ist ein schönes Fleckchen Erde.“

Noch aber muss sich der Verein gedulden. „Es ist noch ein langer Weg“, weiß Breilmann. „Das Klubheim sehe ich nächstes Jahr noch nicht stehen. 2023 glaube ich aber schon, dass wir die Chance auf ein Konzept haben, das wir umsetzen können.“

Über den Autor
Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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