So richtig in Schwung gekommen sind Elias Heidicker und GS Cappenberg in dieser Saison noch nicht. © Jura Weitzel
Fußball

Jahresbilanz: GS Cappenberg und die gesunde Selbsteinschätzung

In unserer Jahresbilanz-Reihe schauen wir uns das gesamte Kalenderjahr der heimischen Teams an. Auch, wenn nur knapp fünf Monate Fußball gespielt wurde, hatte 2020 Einiges zu bieten.

Als Pascal Harder im Sommer davon sprach, mit GS Cappenberg einen Platz im gesicherten Mittelfeld erreichen zu wollen, hatte der Trainer des A-Ligisten offenbar schon geahnt, dass es – insbesondere verglichen mit den vorherigen Spielzeiten – keine einfache Saison werden würde.

Vor zwei Jahren landete GSC auch Platz sieben, in der vergangenen, abgebrochenen Saison erreichte Grün-Schwarz einen ebenfalls respektablen achten Rang.

Niederlage gegen den TSC Kamen

Dabei hätten sie Am Kohuesholz sicher nichts gegen eine Fortsetzung gehabt. Zu Jahresbeginn setzte es zwar eine Niederlage gegen den TSC Kamen, allerdings verlor der TSC in seinen 19 Auftritten kein einziges Spiel und teilte lediglich vier Mal die Punkte.

Danach zeigten die Cappenberger aber, was sie drauf haben. Den beiden nächsten Gegnern ließ GSC keine Chance, schenkte jeweils ein halbes Dutzend Tore ein und war gerade im Begriff, richtig ins Rollen zu kommen, als die Saison gestoppt und letztlich abgebrochen wurde.

Und dennoch: Die Verantwortlichen übten sich bei der Saisonprognose in Vorsicht. Statt eine Platzierung im oberen Mittelfeld hieß die neue Marschroute: einen Rang erreichen, bei dem sich GSC keine Sorgen machen muss, den Blick Richtung Abstiegsplätze richten zu müssen. Verantwortlich für die bescheiden wirkenden Saisonziele war der Umbruch, den die Grün-Schwarzen im Sommer vollzogen.

Die Selbsteinschätzung, nicht im oberen Mittelfeld zu landen, war jedenfalls nicht nur realistisch, sondern die Cappenberger müssen nun tatsächlich den Blick nach unten richten. Gerade einmal vier Punkte sammelte die Harder-Elf bislang, steht nur einen Punkt vor dem VfL Kamen II, der den ersten Abstiegsplatz 15 belegt.

GS Cappenberg erledigt seine Hausaufgaben gegen SW Frömern

Fairerweise muss man aber auch sagen, dass Cappenberg mit den Partien gegen den Kamener SC und TuRa Bergkamen zwei Liga-Schwergewichte vor der Brust hatte. Selbst erfüllte GSC die Pflicht gegen Mit-Kellerkind SW Frömern und siegte.

Und eine weitere Tatsache kann den Grün-Schwarzen Hoffnung machen. Im Kreispokal erreichte Cappenberg die dritte Runde, schied erst gegen den ambitionierten A-Ligsten Rot-Weiß Unna aus. Das Potenzial, sich bei der Wiederaufnahme des Liga-Betriebs aus dem Keller zu befreien, sollte GS Cappenberg also haben.

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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