Joel Grodowski (4.v.r.) sorgte für den entscheidenden Treffer im Westfalenpokal-Finale. © Nico Ebmeier
Fußball

Joel Grodowski im Mittelpunkt – Preußen Münster gewinnt Westfalenpokal

Bis zum Ende war es ein ziemlich unspektakuläres Finale im Westfalenpokal am Samstagmittag in Verl. Doch ein Geniestreich des Borker Stürmers Joel Grodowski sorgte für die Entscheidung.

Der Borker Fußballer Joel Grodowski ist Westfalenpokal-Sieger 2021/21! Nach einem engen Duell mit den Sportfreunden Lotte konnte der Stürmer seinen ersten großen Titel mit Preußen Münster holen. Beim entscheidenden Tor war der Rechtsfuß mitten drin – auch wenn er selbst gar nicht traf.

Wirklich sportlichen Anreiz gab es an diesem Samstag in der Sportclub-Arena zu Verl eigentlich nicht. Sowohl die Sportfreunde Lotte als auch Preußen Münster waren schon über verschiedene Wege für den DFB-Pokal qualifiziert. Dennoch war von der ersten Minute an klar, dass der Gewinn des Westfalenpokals und der Titel der besten Mannschaft Westfalens unterhalb der zweiten Liga für beide Mannschaft doch einen besonderen Reiz bot.

Daher war es ein Fußballspiel zum Genießen – mit großem Kampf und vielen Chancen auf beiden Seiten. Der Borker Joel Grodowski konnte allerdings zunächst gar nicht mitmischen, da er in seinem ersten Spiel nach einer Wadenverletzung nur auf der Bank saß. Mittendrin war der Stürmer dennoch. Jede gute Situation und jeden gewonnenen Zweikampf zelebrierte er laut mit Applaus und Rufen von der Seitenlinie und es schien schon so, als hätte seine Mannschaft eine zahlenmäßige Überzahl auf dem Feld. Die größten Chancen der ersten Halbzeit lagen dann auch klar auf Seiten der Münsteraner, doch erst scheiterte Gerrit Wegkamp am Pfosten und kurze Zeit später Alexander Langlitz freistehend vorm Lotter Torwart an sich selbst.

Joel Grodowski musste zunächst noch mit Maske auf der Ersatzbank Platz nehmen.
Joel Grodowski musste zunächst noch mit Maske auf der Ersatzbank Platz nehmen. © Nico Ebmeier © Nico Ebmeier

Bis zur Halbzeit schafften es aber sowohl die Preußen, aber auch die auf Konter lauernden Sportfreunde nicht, ein Tor zu erzielen. Es schien also alles perfekt vorbereitet für den Einsatz von Joel Grodowski, für den es generell auch eine ganz besondere Partie war. Nicht nur, dass dieses Pokal-Finale eines der größten Spiele seiner Karriere war, auch dass der Stürmer bekanntlich zur neuen Saison eben zum SC Verl wechselt, in dessen Stadion das Duell am Samstagmittag stattfand. Die Tormusik in der Sportclub-Arena dürfte der 23-Jährige demnächst also noch häufiger hören.

Kurz nach der Pause wurde der Rechtsfuß dann aber auch endlich erlöst und auf der Linksaußen-Position eingewechselt. „Gib noch 30 Minuten alles, wir brauchen frischen Wind“, waren die Worte, mit denen der Borker von seinem Coach Sascha Hildmann in sein erstes Endspiel geschickt wurde.

Wirklich am Spiel teil nahm Grodowski allerdings nicht und auch sein gesamtes Team brauchte lange, um das Tempo der ersten Halbzeit aufzunehmen. Wie aus dem Nichts hatte der Außenbahnspieler dann aber doch die Riesen-Chance zum 1:0, doch „Jonny“, wie er in Münster gerufen wird, rutschte um Zentimeter am Ball vorbei.

Knapp zehn Minuten später war Joel Grodowski allerdings dann plötzlich doch mittendrin in der spielentscheidenden Situation. Nach einem Konter kommt er im Lotter Strafraum an den Ball und wird von einem Verteidiger klar gefoult. Der fällige Strafstoß saß und bis zum Spielende konnten sich die Sportfreunde nicht mehr von diesem Gegentreffer erholen. Joel Grodowski und Preußen Münster gewannen mit 1:0 den Westfalenpokal 2020/21.

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Freier Mitarbeiter
Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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Nico Ebmeier

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