Paul (l.) und Daniel Ulrich stehen sich deutlich näher, als dieses Bild vermuten lässt. © Jura Weitzel
Fußball

Paul und Daniel Ulrich von der SG Selm: Zwei Brüder, bei denen es auf dem Platz gern kracht

„Was gibt es Schöneres, als mit dem Bruder zusammen zu spielen?“: Dennoch sind Paul und Daniel Ulich auf dem Platz nicht immer einer Meinung, dennoch wissen beide, wer der „Gechilltere“ ist.

Was gibt es Schöneres, als mit dem Bruder zusammen zu spielen?“, sagt Paul Ulrich. „Das würde ich so unterschreiben“, stimmt ihm sein Bruder Daniel zu. Beide sind in der ersten Mannschaft der SG Selm aktiv.

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Familienbande

Ob Geschwister, Cousins/Cousinen oder Eltern und Kinder: In vielen Mannschaften spielen Familienmitglieder zusammen oder haben verschiedene Funktionen im Verein. Wir stellen die „Familienbanden“ aus den heimischen Klubs vor.

Trotzdem gibt es bei den Ulrichs auch Streitereien. „Die sind nach dem Spiel aber vergessen. Klar sagt Daniel mal ‘Paul, du hast keine Ahnung‘. Das ist ein Männersport, da wird es mal lauter. Nach den 90 Minuten Fußball sind wir aber wieder Brüder“, sagt Paul Ulrich.

Der drei Jahre ältere Bruder beschreibt sich selbst als den Lauteren und Strengeren auf dem Platz. „Daniel ist eher ruhiger.“ Und der wisse auch, warum. „Paul ist da emotionaler. Wir geben immer Gas, aber er nimmt das etwas ernster. Ich bin eher der Gechillte. Das ist nur Kreisliga“, sagt der 25-jährige Daniel Ulrich.

Wenn Paul auf dem Feld etwas sage, höre Daniel aber besonders hin. Nicht nur, weil er drei Jahre älter, sondern auch Kapitän ist. Zu Problemen würde das aber nicht führen. Eher werde sich sonntags zuhause bei den Eltern noch weiter über Fußball ausgetauscht. Da sie dort aber nicht mehr wohnten, würden sie sich alle zwei Tage beieinander besuchen.

In der Jugend spielten beide für andere Selmer Vereine

Die Ulrichs haben aber nicht immer in einer Mannschaft gespielt. In der Jugend war Paul bei Grün-Weiß Selm, Daniel beim BV Selm. Als die beiden Vereine 2010 fusionierten, spielten sie gemeinsam bei der SG Selm.

Zusammen gingen sie zu Westfalia Vinnum. Dort blieb Paul aber nur ein halbes Jahr, ehe er wieder nach Selm wechselte. Ein Jahr später folgte auch Daniel seinem Bruder. „Ich habe ihn dazu überredet“, sagt Paul Ulrich.

Diese Überredungskünste wandte er auch an, nachdem sich Daniel im August 2019 das Kreuzband riss. „Ich bin eher der Faule. Paul hat mich dazu motiviert, zusammen laufen zu gehen. Er hat sich sehr um mich gekümmert und gesorgt“, ist Daniel Ulrich dankbar. Die Dankbarkeit ist auf jeden Fall beidseitig. „Es ist schön, so einen tollen Bruder zu haben“, sagt Paul Ulrich.

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch

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