Mario Rast standen am Wochenende wieder etwas mehr Alternativen bei der SG Selm zur Verfügung. © Henkel
Fußball

Ruhepol der SG Selm trifft bei der Rückkehr nach Verletzung – mit dem ersten Ballkontakt

Die SG Selm musste einige Wochen auf einen seiner Leistungsträger verzichten. Der feierte am Wochenende per Einwechslung sein Comeback – und war gleich mit seiner ersten Aktion erfolgreich.

Mario Rast konnte sich über seinen Kader nicht beklagen. Beim Fußball-A-Liga-Spiel seiner SG Selm vom Wochenende gegen den VfL Wolbeck II (3:1) stand ihm ein ordentlich gefüllter Kader zur Verfügung. Dabei konnte der Trainer auch wieder auf einen Rückkehrer bauen, der gleich bei seinem Comeback mit seiner ersten Aktion ein Tor erzielte.

Gerade erst hatte Tobias Lütjann, Rasts spielender Co-Trainer, erstmals nach seiner Verletzung wieder das Feld für die SG Selm in einem Pflichtspiel betreten, schon zappelte der Ball im Netz. Höchstselbst dafür verantwortlich: Tobias Lütjann.

Nach einer Freistoßflanke nur Momente nach seiner Einwechslung stieg der Innenverteidiger am höchsten und drückte den Ball unhaltbar in die linke Ecke. „Das war ein Einstand nach Maß. Es ist schön, dass ich dabei helfen konnte, das Spiel in die richtige Richtung zu lenken“, meinte Lütjann nach dem Abpfiff.

Tobias Lütjann stellt den alten Abstand wieder her

Dabei war Lütjanns Treffer zum 3:1 in mehr als einer Hinsicht entscheidend für den Erfolg der Selmer. Nicht nur stellte Lütjann den alten Abstand wieder her, auch durch etwas anderes trug er zum Erfolg bei. Verantwortlich dafür war Coach Rast, der durch eine doppelte Maßnahme dazu beitrug. „Ich habe Tobias Lütjann reingebracht, weil ich Julian Wilhelm auf der rechten Außenverteidigerposition brauchte“, erläutert Rast.

Und die Maßnahme hatte auch einen zweiten Nebeneffekt: „Mein Fokus war mit dem Wechsel, Ruhe reinzubringen“, so Rast. Das gelang auf Anhieb – nicht nur durch Lütjanns Tor. Vor dem Treffer waren einige Unsicherheiten im Spiel der SG.

Tobias Lütjann bildete in den letzten 22 Minuten des Spiels gegen den VfL Wolbeck wieder zusammen mit Kapitän Daniel Ulrich (im Hintergrund) das Innenverteidigerduo der SG Selm.
Tobias Lütjann bildete in den letzten 22 Minuten des Spiels gegen den VfL Wolbeck wieder zusammen mit Kapitän Daniel Ulrich (im Hintergrund) das Innenverteidigerduo der SG Selm. © Henkel © Henkel

Nachdem der 31-Jährige das Feld betrat und die Position in der Innenverteidigung neben Kapitän Paul Ulrich einnahm, wirkten die Selmer gleich sicherer. Lütjann erfüllte damit genau das, was sich Rast von seinem Co-Trainer erhoffte: „Wenn ich das nicht von ihm erwarten kann, von wem dann?“

Zu spüren war das neue Auftreten der SG allemal, das bestätigte auch Rast. „Schön zu hören“, kommentierte Lütjann lakonisch, der erklärte: „Zwei Tore Differenz geben mehr Sicherheit. Da lässt es sich ein bisschen leichter spielen und wenn mein Treffer dazu beigetragen hat, ist das schön.“

Bleibt die Frage, warum Lütjann nicht von Anfang an seine beruhigende Wirkung entfalten durfte. „Wir haben nicht mit ihm gespielt, weil wir erfolgreich waren“, erklärt Rast. „Warum sollten wir da die Truppe ändern? Julian Wilhelm hat es gut gemacht, deswegen hatte ich keinen Grund die Startelf zu wechseln.“

SG Selm kann auf seinen Ruhepol zählen

Nach dieser Logik dürfte Lütjann auch im kommenden Spiel erst einmal außen vor bleiben und vielleicht erst später aufs Feld kommen. Ganz so einfach ist es aber nicht, wie der 31-Jährige sagt: „Schauen wir erst einmal, wie die Trainingswoche läuft“, meint Tobias Lütjann. In jedem Fall wird Mario Rast wieder auf seinen Ruhepol bauen können, selbst wenn der nicht direkt wieder einen Traum-Einstand nach der Einwechslung geben sollte.

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Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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