Sebastian Rast machte drei Tore im Pokal für die SG Selm. © Henkel
Fußball

Sebastian Rast schießt für die SG Selm drei Tore im Pokal – Matchwinner ist aber ein anderer Spieler

Mit 4:1 besiegt die SG Selm den SV Drensteinfurt im Kreispokal. Stürmer Sebastian Rast erzielt drei Tore. Bester Mann auf dem Feld ist aber trotzdem ein anderer Kicker.

Wer drei Tore in einem Spiel erzielt, so wie das Sebastian Rast beim 4:1-Erfolg der SG Selm im Fußball-Kreispokal gegen den SV Drensteinfurt gelang, hat beste Chancen, als bester Spieler der Partie zu gelten. Trainer Mario Rast sah aber einen anderen Spieler noch stärker, als den eigenen Sohn.

„Für mich ist Felix Schröder Mann des Spiels“, sagte der SG-Coach. Tatsächlich gehörte Schröder zu den auffälligsten Erscheinungen der Selmer. Immer wieder macht er über die linke Außenbahn Druck und ließ ein ums andere Mal den Drensteinfurter Rechtsverteidiger hinter sich.

Mario Rast lässt Felix Schröder auf der linken Seite spielen

„Felix hat es gut gemacht. Wegen der hohen gegnerischen Verteidigung konnte er auf der Außenbahn viel Druck machen“, erklärt Rast die taktische Maßnahme, Schröder auf der Außenbahn einzusetzen. „Er hat viel aufgelegt und Räume geschaffen.“

Felix Schröder (r.) sorgte für viel Betrieb auf der linken Seiten und gehörte zu den auffälligsten Spielern der SG Selm.
Felix Schröder (r.) sorgte für viel Betrieb auf der linken Seiten und gehörte zu den auffälligsten Spielern der SG Selm. © Henkel © Henkel

Der Gelobte selbst hob aber die Mannschaftsleistung in den Vordergrund: „Das ganze Team hat ein bärenstarkes Spiel gemacht“, meinte Schröder. „Ich habe nicht damit gerechnet, dass wir gegen einen Bezirksligisten so aufspielen. Das ist schon überragend.“

Wesentlichen Anteil an der starken Offensivleistung hatte Schröder selbst. Der pfeilschnelle Angreifer kreierte auf der Außenbahn mehrere Chancen, was sich letztlich auch in Zahlen niederschlug. Zwei Tore bereite er direkt vor, bei denen er jeweils den größeren Anteil an den Treffern hatte, und leitete die weiteren Treffer mit ein.

„Er malocht die Dinger“, freute sich Rast über den starken Auftritt Schröders, der selbst auch mit seinem Auftritt zufrieden war. „Ich habe Zweikämpfe gewonnen und Tore eingeleitet. Das ist natürlich klasse, wenn man dem Team so helfen kann“, sagte er.

Dass es dann aber doch ein so eindeutiges Spiel wurde, bei dem die Gäste aus der höheren Liga praktisch keine Chance hatten, überraschte dann auch Schröder: „Auch wenn wir wissen, was wir können, habe ich nicht damit gerechnet. Wie wir Druck und Tempo gemacht haben, sah richtig nach Fußball aus.“

SG Selm trifft auf den VfL Wolbeck

Nach dem Bonusspiel im Pokal wartet nach zweiwöchiger Pause die nächste Aufgabe in der Liga. „Hoffentlich holen wir unseren ersten Saisonsieg“, sagt Schröder über das Spiel gegen den VfL Wolbeck II am Sonntag (15 Uhr) auf heimischer Anlage.

Zum Lohn vom Donnerstagabend gibt es das Achtelfinale im Kreispokal. Dann trifft die SG auf die Bezirksliga-Mannschaft der Wolbecker. Schröder freut sich schon jetzt auf das Spiel: „Pokal unter Flutlicht sind geil. Diese Spiele bocken immer, die machen mit am meisten Spaß.“ Und sie scheinen Felix Schröder zu liegen, wie sein Auftritt gegen den SV Drensteinfurt gezeigt hat.

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Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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