Fabian Konietzni (M.) hätte mehr als einen Treffer für die SG Selm erzielen können. © Henkel
Fußball

SG Selm besiegt VfL Wolbeck II mit einer Willensleistung – dennoch gibt es Redebedarf

Die SG Selm feiert den ersten Saisonsieg. Mit 3:1 besiegt die Elf von Trainer Mario Rast den VfL Wolbeck II. Nach dem Erfolg gibt es dennoch Redebedarf.

Nach dem Abpfiff versammelte Mario Rast seine Mannschaft erst einmal um sich – eigentlich nichts Ungewöhnliches, doch die Miene des Trainers von Fußball-A-Ligist SG Selm war durchaus ernst, dabei hatte seine Mannschaft gerade den VfL Wolbeck II gerade mit 3:1 (2:0) besiegt.

„Bei so einem breiten Kader hat Jeder Begehrlichkeiten zu spielen, darüber mussten wir reden“, erklärte Rast nach dem Abpfiff. Offenbar waren nicht alle Spieler mit ihren Einsatzzeiten zufrieden. Dabei zeigte die Partie, dass die SG im Laufe der Saison wohl auf die volle Breite des Kaders angewiesen sein wird. Immerhin mussten Fabian Konietzni, Kevin Coerdt und Mirko Kämper allesamt verletzt vom Feld.

Konietzni ist an zwei Treffern der SG Selm beteiligt

Für Konietzni war das besonders bitter, denn der Rechtsaußen war bis zu seiner unfreiwilligen Auswechslung richtig gut im Spiel der SG. Bereits nach drei Minuten brachte er seine Farben in Führung. Der Offensivmann drang in den Strafraum des VfL ein, behauptete sich stark gegen seine Mitspieler, hatte aber auch Glück, dass sein Schuss noch abgefälscht wurde und so unhaltbar im kurzen Eck des Wolbecker Tores kullerte. Dennoch war es eine starke Willensleistung Konietznis.

Auch am zweiten Selmer Tor war Neuzugang vom SuS Olfen maßgeblich beteiligt. Konietzni scheiterte im direkten Duell gegen den VfL-Torhüter, für den Abstauber war aber Kevin Coerdt zur Stelle, der den Ball über die Linie drückte.

Danach schaltete die SG Selm einen Gang zurück, was Trainer Rast nicht gefiel: „Die 15 Minuten vor der Halbzeit haben wir nicht so gut gespielt und dem Gegner zu viel Platz gelassen“, stellte er fest.

Immerhin positiv: Die SG Selm ließ kaum einmal eine Chance für die Gegner zu und bei den wenigen Gelegenheiten, als der Ball wirklich aufs Selmer Tor kam, war Schlussmann Nils Böckenbrink auf dem Posten. „Unser Torwart hatte nicht viele brenzlige Situationen zu klären“, kommentierte Rast.

Einzig beim Anschlusstreffer kurz nach dem Seitenwechsel war er machtlos, wurde aber nicht durch gegen einen Gegenspieler bezwungen. Wolbeck brachte einen scharf geschossenen Freistoß in den SG Strafraum. Kapitän Paul Ulrich versuchte per Kopf zu klären, fälschte den Ball aber unhaltbar ins eigene Tor ab.

Paul Ulrich erzielte ein Eigentor.
Paul Ulrich erzielte ein Eigentor. © Henkel © Henkel

In der Folge schien Wolbeck dem Ausgleich näher zu kommen. Jedenfalls entstand der Eindruck, dass die Heimmannschaft nicht mehr mit der gleichen Sicherheit wie zuvor auftraten und Wolbeck spürte Oberwasser.

Gegen den TuS Hiltrup II wird wohl eine Steigerung notwendig sein

Das änderte sich erst mit dem 3:1, das Tobias Lütjann nach einem Freistoß per Kopf erzielte (69.), nur wenige Augenblicke und mit der ersten Ballberührung nach seiner Einwechslung. Bis zum Ende verwalteten die Selmer geschickt die Führung. „Das 3:1 nehmen wir gerne mit. Die Leistung vom Pokalspiel am Donnerstag, als wir sehr gut unterwegs waren, haben wir heute aber nicht komplett auf die Platte bekommen“, sagte Rast.

Immerhin verkraftete seine Elf die fast zweiwöchige Spielpause stark. Gegenüber dem Wolbeck-Spiel muss sich die SG in der kommenden Woche aber wohl steigern, soll die Serie gegen den TuS Hiltrup II fortgesetzt werden, das weiß auch Rast: „Hiltrup hat diese Mannschaft 6:1 geschlagen. Sie werden eine gute Truppe stellen, gegen die es sich zu beweisen gilt.“

SG Selm: Böckenbrink – Konietzni (36. R. Coerdt), Ulrich, Maikötter, Neumann, Schröder, K. Coerdt (46. Kramzik), Rast, Kämper (68. Lütjann), Wilhelm, Zolda

Tore: 1:0 Konietzni (2.), 2:0 K. Coerdt (23.), 2:1 Ulrich (53./ET), 3:1 Lütjann (69.)

Über den Autor
Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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