Die Verantwortlichen am Sandforter Weg setzen auf Kontinuität. © Jura Weitzel
Fußball

SG Selm setzt auf einer wichtigen Position auf personelle Kontinuität

Die SG Selm hat eine wichtige Entscheidung für die kommende Saison getroffen. Auf einer wichtigen Position sorgt der A-Ligist für Kontinuität – für mindestens ein Jahr.

Einige Tage nach dem Jahreswechsel gab die SG Selm bekannt, den am Saisonende auslaufenden Vertrag mit Trainer Mario Rast verlängert zu haben. Die angesichts der sportlichen Erfolge der Fußball-A-Liga-Mannschaft vor dem Lockdown eher als Randnotiz zu klassifizierende Nachricht wurde dadurch interessant, dass die SG mitteilte, den Vertrag gleich bis 2023 verlängert zu haben.

Aber nicht nur der Chef-Coach bleibt. Auch der spielende Co-Trainer Tobias Lütjann wird am Sandforter Weg auflaufen. Er bleibt allerdings erst einmal nur für ein Jahr. Eine weitere Verlängerung ist nicht ausgeschlossen.

Tobias Lütjann verlängert bei der SG Selm

Lütjann ist dabei auch als fester Bestandteil des A-Liga-Teams eingeplant. „Deswegen war die Verlängerung auch nur für ein Jahr“, so Lütjann. Ob er danach noch weiter die Knochen auf den Amateurfußballplätzen hinhält, will er kurzfristig entscheiden. „Ich plane von Jahr zu Jahr. Nach der nächsten Saison bin ich 32 Jahre als, da muss ich schauen, ob das in meine Planungen passt.“ Berufliche, private und gesundheitliche Komponenten spielen dabei in Lütjanns Entscheidung herein, die langfristig nicht unbedingt abzusehen seien.

Tobias Lütjann macht als spielender Co-Trainer bei der SG Selm weiter.
Tobias Lütjann macht als spielender Co-Trainer bei der SG Selm weiter. © Sebastian Reith © Sebastian Reith

Lütjann war unter Ex-SG-Trainer Deniz Sahin Co-Trainer geworden. Als der Verein nach zwei Niederlagen zu Beginn der Saison Sahin entließ, blieb Lütjann. Danach ging es sportlich bei der SG wieder bergauf. Woran es am Ende lag, kann der spielende Co-Trainer nicht beantworten. Fakt ist aber: „Nach dem ersten Erfolg waren die Köpfe direkt freier. Dann hat ein Zahnrad ins andere gegriffen.“

Ob es im Fall einer Saisonfortsetzung am Ende noch zum ganz großen Wurf, dem Aufstieg in die Bezirksliga reicht, vermag Lütjann nicht zu sagen. „Wir hoffen natürlich, dass wir an die Leistungen anknüpfen können. Ob wir dann oben angreifen können wird man dann sehen. Das wird sicher auch davon abhängen, ob wir verletzungsfrei bleiben.“

Rast und Lütjann feilen an der Zukunft

Nur weil die Saison unterbrochen ist, ist das Gespann Rast/Lütjann aber nicht untätig. Um die Zukunft erfolgreich zu gestalten, befinden sich die beiden im steten Austausch. „Wir sprechen viel miteinander was die neue Saison angeht“, sagt Lütjann, der die Zusammenarbeit mit Rast betont.

Im Sommer wird Lütjann damit in sein viertes Jahr bei der SG Selm gehen. Eine weitere Zusammenarbeit zwischen Verein und dem Co-Trainer ist nicht ausgeschlossen. Ob Tobias Lütjann aber noch länger auf dem Feld aktiv sein wird, steht auf einem anderen Blatt. „Wie lange ich noch mache, weiß ich nicht genau“, sagt er und fügt lachend hinzu: „Bis 40 werde ich auf keinen Fall mehr auf dem Feld stehen.“

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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