Captain America (ganz vorne) und der PSV Bork haben mehr gemeinsam, als man denkt - zumindest laut Trainer Sanmi Ojo. © dpa (Symbolbild)
Fußball

Sie machen „rattengeile Tore“ und sehen aus wie Captain America – Die Neuen des PSV Bork überzeugen

Neun Neuzugänge gab es beim PSV Bork vor der Saison - einer hat sogar Superhelden-Fähigkeiten. Manche dagegen sind „ab und zu faul“ oder müssten ihre Position wechseln, um öfter zu spielen.

Neun Neuzugänge stellte der PSV Bork vor dieser Kreisliga-B-Saison vor. Besonders unter Corona-Bedingungen eine beachtliche Anzahl. Wenn man sich die Tabelle nach den fünf absolvierten Spielen, bis die Saison unterbrochen wurde, anguckt, scheint die Integration aber schon mal ganz gut gelungen zu sein.

„Das Trainerteam und ich sind sehr zufrieden. Alle Neuen sind eingeschlagen“, sagt Martin Klingenberg, Sportlicher Leiter des Tabellenvierten. Der Start sei mit zwei Niederlagen aus drei Partien zwar holprig gewesen, die hätten aber zum Entwicklungsprozess beigetragen. „Wir hatten vor der Saison einen Neuaufbau. Wir brauchten ein paar Spiele, um uns zu finden und sind da, wo wir jetzt stehen, zufrieden.“

Trainer Sanmi Ojo war wegen der zwei hohen Niederlagen (0:5 gegen die SG Massen II und 1:6 beim Königsborner SV II) nicht ganz zufrieden. Vor dem Spiel gegen den SC Fröndenberg-Hohenheide hätten sie die Fehler aus den Partien analysiert und aufgearbeitet. Im Anschluss gab es zwei Siege. „Wenn die Saison weitergegangen wäre, hätten wir uns gefestigt.“

Zu dem Aufschwung hätten laut Ojo auch maßgeblich die Neuzugänge beigetragen. „Alle haben ihre Spielzeit bekommen. Ich bin durchweg zufrieden. Sie haben sich in kürzester Zeit eingelebt. Die Mannschaft hat es ihnen aber auch leicht gemacht.“

Vor allem Nils Bauer, der aus der zweiten Mannschaft hochkam, hoben die Verantwortlichen hervor. „Er ist eine wichtige Säule im Mittelfeld. Er hat kaum ein Spiel verpasst und ist ein Wortträger in der Mannschaft geworden“, sagt der Sportliche Leiter Klingenberg. „Wir können zu 100 Prozent auf ihn setzen. Ich nenne ihn unseren ‘Captain America‘, weil er den Körper dafür hat“, sagt Trainer Ojo und lacht.

Erinnert seinen Trainer aufgrund seiner Physis an Captain America aus den Marvel-Filmen: Nils Bauer.
Erinnert seinen Trainer aufgrund seiner Physis an Captain America aus den Marvel-Filmen: Nils Bauer. © Sebastian Reith © Sebastian Reith

Auch Alexander Böckenbrink sei voll eingeschlagen. Der Neuzugang vom SuS Olfen traf beim 7:2-Sieg beim SuS Rünthe am vorerst letzten Spieltag zum 1:1. „Das war ein rattengeiles Tor“, ist Ojo begeistert. „Er brauchte menschlich und charakterlich keine Anlaufschwierigkeiten. Er hatte einen kleinen Hänger und ist ab und zu etwas faul, aber das kann man einem jungen Spieler eingestehen.“

Fleming Dvorak überzeugt durch sein taktisches Verständnis

Fleming Dvorak wäre aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken. Der Rechtsverteidiger kam von Westfalia Wethmar nach Bork und Ojo könne nur positives über ihn sagen. „Wir hatten schon bei unserem ersten Gespräch einen guten Draht. Mit seinem taktischen Verständnis hilft er der anderen Spielern.“

Nach der Vorbereitung stieß auch noch Hakan Kayaalp von der zweiten Mannschaft des Lüner SV zum PSV dazu. „Er ist menschlich super eingeschlagen. Die Spieler haben nach dem Probetraining direkt gefragt, ob er wiederkommt. Aber man merkt, dass er über ein Jahr nicht gespielt hat.“

Nicht mehr dabei ist allerdings Alexander Menger, der aus Niedersachsen her zog und über Matthias Scherner zum PSV kam. „Er musste aus beruflichen Gründen aufhören. Er hat das mit der Arbeit nicht mehr unter einen Hut gekriegt“, erklärt Klingenberg.

Ebenso gehört Benjamin Neufeld nicht mehr zur ersten Mannschaft. Er habe in der Vorbereitung entschieden, wieder in die Zweite zurückzukehren. „Das war schade. Ich hatte voll mit ihm gerechnet“, sagt Ojo, zeigte aber auch Verständnis für die Entscheidung.

Verletzungsbedingt nur ein Spiel gemacht, haben Silvio Weber, neu aus der Zweiten, und Rückkehrer Marvin Matthias. Matthias verletzte sich im ersten Saisonspiel schwer, sei aber auf einem guten Weg. „Beim Laufen in der Pause hat er die meisten Kilometer gemacht. Ich freue mich, wenn er zurückkommt.“

Wieder zurück von seiner Verletzung ist Weber. Er verletzte sich in der Vorbereitung, gab in Rünthe aber sein Comeback. „Das tat weh. Er hätte uns sehr weitergeholfen.“

Marvin Matthias (r.) im Kreispokal-Spiel beim Hammer SportClub mit Danny Vogelhofer. Im ersten Saisonspiel verletzte sich der Rückkehrer schwer.
Marvin Matthias (r.) im Kreispokal-Spiel beim Hammer SportClub mit Danny Vogelhofer. Im ersten Saisonspiel verletzte sich der Rückkehrer schwer. © Sebastian Reith © Sebastian Reith

Positionsbedingt nur ein Spiel machte Simon Guder. „Als Torwart kann man nicht sagen, ich geh‘ in den Sturm, wenn man nicht die Nummer eins ist.“ Guder verlor den Torwart-Dreikampf gegen Marvin Paul Koch. Im vergangenen Spiel ersetzte er den Stammtorhüter. „Die Chance hat er mit Bravour gemeistert. Wenn die Pause nicht gekommen wäre, hätte er auch im kommenden Spiel gespielt.“

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch

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