Bis Pascal Harder wieder seine Stammelf komplett einsetzen kann, werden noch ein paar Wochen vergehen. © Jura Weitzel (A)
Fußball

„So hab ich nie die Qual der Wahl“: Pascal Harder muss weiter auf viele Spieler verzichten

Die Verletztensituation bei GS Cappenberg bleibt weiterhin angespannt. Zwar kommen einige Spieler zurück, aus den vollen Schöpfen kann Pascal Harder aber weiterhin erstmal nicht.

Soll ich es ehrlich oder nett sagen?“, war die Gegenfrage von Cappenbergs Trainer Pascal Harder auf die Frage, wie die Verletztensituation bei Grün-Schwarz momentan aussieht. Letztendlich wählte er die nette und kommentierte es mit: „Es sieht bescheiden aus.“

Denn nach dem Testspiel am Sonntag kamen noch drei Verletzte zu den zwölf vorher Lädierten hinzu. Zwar hat sich das Kabinett etwas gelichtet, aus den vollen schöpfen kann Harder aber trotzdem noch nicht – und wird auch die nächsten zwei bis drei Wochen weiterhin auf den ein oder anderen Spieler verzichten müssen.

Für das Spiel am Freitag gegen den BV Lünen II fallen sechs Spieler mit Verletzungen aus: Bendix Wagner (Knieprobleme), Jonas Osterkemper (Knöchelprobleme), Julius Bäcker (Muskelprobleme), Robin Selbstaedt (Knieprobleme), Benedikt Stiens (Leistenzerrung) sowie Louis Heckenkamp (Waden- und Fersenprobleme). Drei sind angeschlagen und sollten am Freitag zumindest eine Halbzeit spielen: Fabrice Pestinger (Knöchelprobleme), Tom Zentgraf und Felix Messner (beide leichte Knieprobleme).

Für Julius Bäcker ist damit die Saison wahrscheinlich ganz beendet, wie Pascal Harder bestätigt. Er wird am Montag kurzfristig zum Studieren ins Ausland gehen „und fällt wahrscheinlich die komplette Saison aus“.

Lange Coronapause trägt Mitschuld

Zwar ist die Verletztenliste lang, für Harder kommen die Zwangspause aber zum richtigen Zeitpunkt: „Lieber jetzt ein paar Verletzte als dann in der Saison.“ Zumal es alles leichte Verletzungen seien, „keiner fällt jetzt sieben bis acht Wochen aus“, sagt er. Doch diese kleineren Verletzungen haben für Pascal Harder ihre Gründe.

Zum einen läge es an der langen Coronapause. „Du hast sehr lange Pause gehabt und willst sofort wieder Gas geben“, versteht er auch den Anreiz. So habe zum Beispiel GSC-Kapitän Benedikt Stiens im Spiel den SuS Kaiserau in der Halbzeitpause schon ein leichtes Ziehen in der Leiste gespürt. „Dennoch wollte er weiterspielen“, so Harder. Ähnlich sei es bei den Verletzungen von Jonas Osterkemper und Bendix Wagner: „Bei der ersten Belastungen brechen die dann wieder auf.“

Generell sei dies im Kreisliga-Fußball ein Problem für Harder: „Man trainiert nur zweimal die Woche und da kann man nicht so einen Fokus auf Stabilität und Kraft legen.“ Da würde beispielsweise die Stabilität in den Knöcheln fehlen, was dem Amateurbereich geschuldet sei.

Hilfe aus der zweiten Mannschaft

Bislang kann Pascal Harder aber zumindest auf Hilfe aus der zweiten Mannschaft der Grün-Schwarzen setzen, wie beispielsweise von Nils Bußkamp oder Yannick Harhoff. Gegen Lünen II steht Luca Wiegel im Tor, eigentlich Schnapper der zweiten Mannschaft. Außerdem wird überlegt, ob Louis Heidecker als „Springer“ die Saison eingesetzt wird und in der ersten und zweiten Mannschaft aushilft.

Und Harder kann der Situation auch positives abgewinnen: „Ich darf wegen Corona ja eh nur 15 Spieler einsetzen, so hab ich nie die Qual der Wahl.“

Über die Autorin
Freie Mitarbeiterin
1993 in Werne geboren. Habe Geschichte und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Seitdem ich 15 bin bei Lensing Media: Angefangen in der Lokalredaktion Werne, inzwischen fast nur noch als Freie Mitarbeiterin in der Stadtredaktion Dortmund.
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Verena Schafflick

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