Die SG Selm kam stark aus der Pause zurück. © Henkel
Meinung

Starker Kaltstart der SG Selm – aber es droht der Verlust der Balance

Die SG Selm kommt trotz der langen Pause zur Unzeit gut aus den Startlöchern. Dennoch wird entscheidend sein, wie die SG die Balance hält, meint unser Autor.

Zum Liga-Einstieg gab es ein Remis, das die SG Selm nicht zufriedenstellen konnte – und das auch nicht tat. Erst mit der letzten Aktion des Spiels sicherte sich der Fußball-A-Ligist gegen BW Ottmarsbocholt noch einen Zähler. Das war und ist zu wenig für die Selmer Ansprüche.

Und dann folgte schon die Pause und somit hatte die SG keine Chance, den mageren Saisonstart zu korrigieren. Die zweiwöchige Pause spielte Mario Rast sicher nicht in die Karten. Im Vorfeld des Pokalspiels gegen den SV Drensteinfurt sprach der SG-Trainer von einem „Spannungsabfall“ bei seiner Mannschaft.

Dass die SG es dennoch schaffte, beim Kaltstart erst einen Bezirksligisten auszuschalten und im zweiten Liga-Spiel einen über weite Strecken überzeugenden Sieg einzufahren, ist da umso bemerkenswerter.

Unstimmigkeiten bei der SG Selm nach dem Spiel gegen den VfL Wolbeck II

Gleichzeitig herrschte nach dem Spiel gegen den VfL Wolbeck II nach dem Spiel Redebedarf: Offenbar war nicht jeder Selmer Spieler mit der erhaltenen Einsatzzeit einverstanden. Beides passt nicht zusammen: Einerseits der Anspruch, auch auf dem Feld zu stehen, andererseits jedoch sich offenbar nicht im Training voll reinzuhängen.

Wie allein die Verletzungen aus dem Wolbeck-Spiel zeigen, werden wohl alle Spieler ihre Chance bekommen, sich auf dem Feld zu beweisen. Hier ein Zeichen zu setzen, ist die einzig wirklich gute Antwort eines jeden Selmers.

Dem Gegenüber zeigt dieser Umstand, dass der Konkurrenzkampf und der Wille, der Mannschaft zu helfen, hoch sind. Für die Mannschaftsverantwortlichen der SG Selm wird entscheidend sein, die Balance zwischen mannschaftsinterner Rivalität und dem gemeinsamen Ziel nicht zu verlieren.

Über den Autor
Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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