Sanmi Ojo, Trainer des PSV Bork, traut einigen Spielern zu, später einmal selbst als Coach an der Seitenlinie zu stehen. © Sebastian Reith
Fußball

Trainerkandidaten in den Reihen des PSV Bork: Sanmi Ojo nennt ein Quartett

Welchem Spieler traut Sanmi Ojo zu, Trainer des PSV Bork, selbst eine Mannschaft sportlich zu verantworten. In den Reihen des B-Ligisten befindet sich gleich ein Quartett.

Ein Führungsproblem hat der PSV Bork wahrlich nicht. Immerhin lief der Fußball-B-Ligist in der annullierten Saison bereits mit vier verschiedenen Kapitänen auf – und das bei lediglich fünf Spielen. Leaderqualität ist aber nur eines der Attribute, das Trainer mitbringen müssen. PSV-Coach Sanmi Ojo hat in seiner Mannschaft gleich mehrere Spieler, die ein Team künftig an der Seitenlinie betreuten könnten.

Mit der Frage, wer denn aus Sicht von Ojo als Trainermaterial taugt, hat der PSV-Coach nicht gerechnet. „Ach du Heiliger“, sagt Ojo überrascht und denkt einen Moment nach. Doch bei gleich mehreren seiner Schützlingen ist sich Ojo sicher, dass sie künftig die sportliche Verantwortung für eine Mannschaft übernehmen könnten.

Nils Bauer entwickelt sich schnell zum Wortführer

Als einen der Ersten nennt Ojo Nils Bauer. „Er hat einfach eine ganz vernünftige Art“, so Ojo, der aber einschränkt: „Er denkt zu viel. Er selbst weiß gar nicht, wie gut er ist. Manchmal hat er Selbstzweifel, die total Quatsch sind. Schließlich hat alles Sinn und Verstand, was er sagt. Die Leute hören ihm zu.“

Nils Bauer gehört zu den Wortführern beim PSV Bork.
Nils Bauer gehört zu den Wortführern beim PSV Bork. © Sebastian Reith © Sebastian Reith

Bauer kam vor der Saison von der Borker Reserve ins B-Liga-Team und entwickelte sich schnell zu einem der Wortführer der Mannschaft. Die Spieler hören auf Bauer – für einen Trainer gibt es kaum eine wichtigere Voraussetzung.

Ein zweiter Spieler arbeitet bereits darauf hin, als Trainer an der Seitenlinie zu stehen. „Simon Guder ist da total hinterher“, berichtet Ojo. Guder wolle bald den Trainerschein machen. „Es wird nicht lange dauern, dann wird er einen Trainerposten ergattern“, ist sich Ojo sicher.

Und dann gibt es noch zwei Spieler in den Reihen des PSV Bork, bei denen der Weg zum Cheftrainer logisch ist. „Flemming Dvorak hat bereits in Wethmar unter Beweis gestellt, dass er eine Mannschaft trainieren kann. Er ist fachlich gut und kann sein Wissen auch vermitteln“, lobt Ojo.

Christian Voßschmidt ist ins Trainerteam des PSV Bork eingebunden

Der vierte Spieler, dem Ojo den Wechsel vom Spielfeld in die Coachingzone zutraut, ist Christian Voßschmidt, der bereits als spielender Co-Trainer beim PSV Bork aktiv ist. „Popsi kann das zu 100 Prozent“, ist sich Ojo sicher. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis er die Hauptverantwortung für eine Mannschaft übernehmen werde.

Christian Voßschmidt ist bereits jetzt als spielender Co-Trainer im Einsatz.
Christian Voßschmidt ist bereits jetzt als spielender Co-Trainer im Einsatz. © Jura Weitzel © Jura Weitzel

Vielleicht schlummern aber noch weitere Trainertalente beim PSV Bork. „Vielleicht werden sie nicht gerade in der Oberliga, sondern vielleicht ‚nur‘ in der Bezirksliga trainieren“, glaubt Ojo, „aber der ein oder andere, der das kann, ist auf jeden Fall dabei.“

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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