Trainer Samni Ojo (r.) hätte sich in den vergangenen Wochen mehr Trainingsbeteiligung beim PSV Bork gewünscht. © Jura Weitzel
Fußball

Youngster macht Druck auf etablierte Kräfte beim PSV Bork: „Können sich eine Scheibe abschneiden“

Mit der Trainingsbeteiligung beim PSV Bork zeigte sich Sanmi Ojo jüngst unzufrieden. Der Coach nahm besonders einen jungen Spieler von der Kritik aus. Dieser hält bereits jetzt als Vorbild her.

Beunruhigt dürfte Sanmi Ojo auch trotz der beiden zuletzt deutlichen Testspielniederlagen gegen Westfalia Vinnum (1:5) und Westfalia Wethmar II (0:3) nicht unbedingt gewesen. Schließlich unterlag der Trainer des Fußball-B-Ligisten PSV Bork zwei Gegnern, die eine Klasse höher beheimatet sind. Allerdings äußerte der Coach dennoch zuletzt etwas Missfallen, das indirekt mit den Resultaten zusammenhängt.

Sanmi Ojo kritisiert die Trainingsbeteiligung beim PSV Bork

Dem PSV-Trainer stieß sauer auf, dass die Trainingsbeteiligung zuletzt nicht so war, wie sich Ojo diese vorstellt. Die jungen Spieler wollte der Übungsleiter aber ausdrücklich von dieser Kritik ausgenommen wissen.

Jonas Willmann ist trainingsfleißigster Spieler beim PSV Bork.
Jonas Willmann ist trainingsfleißigster Spieler beim PSV Bork. © PSV Bork © PSV Bork

Einen Spieler wollte und musste Ojo besonders hervorheben: Jonas Willmann. „Er hat alle Trainingseinheiten mitgemacht. Mittlerweile hat er damit sogar eine Einheit mehr als der Trainer mitgemacht“, lobt Ojo. „Es ist einfach supergeil, dass er so viel Bock hat.“

Die Lust aufs Training bestätigt auch Willmann. „Wir haben eine richtig geile Truppe. Da habe ich auf jeden Fall Bock zu spielen. Ich habe richtig Bock, in der Ersten zu zocken.“

Was dem 19-Jährigen besonders gefällt, ist, dass während der Einheiten konzentriert gearbeitet wird. „Wenn wir auf dem Platz stehen, ist das kein Kindergarten“, so Willmann. Das sei vor allem wichtig, da die erste Mannschaft immerhin den Verein repräsentiere.

Ojo formulierte zuletzt, dass diejenigen Spieler, die regelmäßig am Training teilnehmen, auch gute Aussichten auf Spielzeit haben. Der Kämpfer- und Läufertyp Willmann hat so eine gute Chance, sich auf dem Platz zu zeigen. Er selbst sagt, dass er den Ehrgeiz habe, auf Dauer zu regelmäßiger Spielzeit zu kommen.

Aber selbst wenn er sich noch gedulden muss, ist das für Willmann kein Problem: „Ich muss nicht immer von Anfang an spielen. Ich kann verstehen, wenn auch einmal ein anderer spielt, der sich vielleicht nicht so den Arsch aufreißt. Wichtig ist, dass ich dem Team helfen kann.“ Da fange es bei der Trainingsbeteiligung an und gehe dann bis zum Anfeuern bei den Spielen – unabhängig auf oder neben dem Platz.

Jonas Willmann hängt sich rein

Das heißt aber nicht, dass Willmann nicht voll um die Startelf konkurriert. „Ich habe vollstes Vertrauen in den Trainer“, sagt der Innenverteidiger mit Blick auf Einsätze von Beginn an.

Ojo wird das sicher berücksichtigen. „Ich finde das Umdenken gut, dass die jungen Spieler voll angreifen“, meint der PSV-Trainer allgemein und führt zu Willmann aus: „Einige Spieler können sich noch eine Scheibe von ihm abschneiden.“

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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