15-Jähriger des MSC Bork startet in der Formel 3

Motorsport

Motorsportler David Beckmann wird im kommenden Jahr in der Formel 3 fahren. Der 15-jährige Hagener, der Mitglied im MSC Bork ist, verlässt die Formel 4 damit nach nur einem Jahr schon wieder. Er steigt eine Klasse höher ein, wo er schon 2017 um den Titel mitfahren möchte.

BORK

, 05.01.2016, 16:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
David Beckmann (vorne) steigt in die Formel 3 auf. Der 15-Jährige, hier im Formel-4-Wagen, ist jüngster Fahrer der Formel 3.

David Beckmann (vorne) steigt in die Formel 3 auf. Der 15-Jährige, hier im Formel-4-Wagen, ist jüngster Fahrer der Formel 3.

„2015 war ein gutes Jahr“, sagt David Beckmann. Vier Rennsiege, Platz fünf in der Gesamtwertung – und das als Neueinsteiger – belegen, wie stark Beckmanns erstes Jahr nach dem Wechsel vom Kart zum Formel-Wagen war. Bereits nach dem Rennen in Hockenheim im Oktober habe er mit seinem Teamchef Peter Mücke im Formel-3-Wagen getestet und einen Antrag für die nächsthöhere Rennserie gestellt.

Beckmann wird in diesem Jahr dann der jüngste Fahrer des Feldes sein, muss die ersten beiden Rennen sogar pausieren. In der Formel 3 dürfen die Fahrer erst ab 16 Jahren fahren. „Es ist für mich eine große Ehre, dass ich so früh schon Formel 3 fahren darf. Das war immer ein Traum“, sagte Beckmann.

Was sind die Unterschiede zur Formel 4? „Die Wagen haben etwa 100 PS mehr“, antwortet Beckmann. Statt mit 170 Pferdchen unterwegs zu sein, treibt nun ein 280 PS starker Mercedes-Motor den Boliden des Rennwagenherstellers Dallara an. Bis zu 260 Kilometer pro Stunde sind die Fahrzeuge schnell. Die Folge: Mehr Flügel, späteres Bremsen vor Kurven. „Der Anpressdruck ist viel größer und es entstehen mehr G-Kräfte. Körperlich ist die Belastung daher größer“, sagt Beckmann.

Die Formel 3 ist eine europäische Serie mit zehn Rennen in ganz Europa. Verpassen wird Beckmann die Renen im April: Paul Ricard in Frankreich und auf dem berühmten Hungaroring in Ungarn. Sein Debüt im neuen Cockpit feiert er im Mai in Pau (Frankreich), bevor der Formel-Zirkus zum österreichischen Red-Bull-Ring, zum Norisring, nach Zandvoort, und nach Spa-Francorchamps zieht.

Um Punkte fahren

Zum Abschluss kommt die Serie zum Nürburgring und nach Hockenheim. Dazwischen liegt noch der Kurs in Imola. Immer wieder haben Formel-3-Fahrer den Sprung in die Formel 1 geschafft. Jüngstes Beispiel ist Max Verstappen, der inzwischen für Toro Rosso fährt.

Beckmann ist zuversichtlich, dass er schon in diesem Jahr um Punkte mitfahren kann. Trotzdem wird es ein Lernjahr für den Rookie-Meister. „Ich möchte nichts überstürzen, die Rennen zu Ende fahren, um Erfahrung zu sammeln – aber auch angreifen und ein paar Erfolge einfahren“, sagt er. Schon 2017 will Beckmann dann um den Titel mitfahren – ambitionierte Ziele eines Fahrers, der die Formel 1 als großes Ziel ausgibt.

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