45 Äckernschüler verschwinden im toten Winkel

Verkehrssicherheitstraining

Schüler der Ächernschule haben sich über die Gefahren des toten Winkels im Rahmen eines Sicherheitstrainings informiert: Verkehrsberater Matthias Heisig ließ die Schüler in einen LKW steigen. Sein Experiment überraschte nicht schlecht.

BORK

von Von Benjamin Glöckner

, 12.04.2011, 11:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bis zu 14 Kinder verschwanden vor dem LKW im Toten Winkel.

Bis zu 14 Kinder verschwanden vor dem LKW im Toten Winkel.

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Toter Winkel

Schüler der Äckernschule ließen sich am Montag von Verkehrssicherheitsberater Matthias Heisig über die Gefahren des toten Winkels aufklären. Statt graue Theorie zu vemritteln, ließ der Experte die Schüler selbst ins Fahrzeug steigen.
11.04.2011
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Robin beugte sich zwar ganz nach vorne, aber seine Klassenkameraden konnte er trotzdem nicht sehen.© Foto: Benjamin Glöckner
Schulleiterin Cäcilia Halfmann musste mit eigenen Augen sehen, dass wirklich alle 45 Kinder im Toten Winkel verschwanden.© Foto: Benjamin Glöckner
Auch Lehrer Martin Rusche war erstaunt, dass er die Kinder vor dem LKW nicht sehen konnte.© Foto: Benjamin Glöckner
"Ich will! Ich will!" Jeder wollte in das Führerhaus des LKW, den die Firma Wüllhorst zur Verfügung stellte.© Foto: Benjamin Glöckner
Der zehnjährige David macht sich ein genaues Bild vom Toten Winkel.© Foto: Benjamin Glöckner
Bis zu 14 Kinder verschwanden vor dem LKW im Toten Winkel.© Foto: Benjamin Glöckner
Auf der rechten Seite des LKW passen alle 45(!) Kinder aus der 4b und der 4c in den Toten Winkel.© Foto: Benjamin Glöckner
Neue Zusatzspiegel machen den Toten Winkel vor und neben dem LKW zwar so klein wie möglich, aber alle Bereiche kann man damit auch nicht abdecken, so Rainer Rys von der Firma Wüllhorst.© Foto: Benjamin Glöckner
Heinz Willi Quante (l.), Bezirksbeamte für Bork, und Matthias Heisig benutzten ein Seil, um den Bereich des Toten Winkels zu markieren.© Foto: Benjamin Glöckner
Bis zu 14 Kinder verschwanden vor dem LKW im Toten Winkel.© Foto: Benjamin Glöckner
Auch Lehrer Martin Rusche war erstaunt, dass er die Kinder vor dem LKW nicht sehen konnte.© Foto: Benjamin Glöckner
Robin beugte sich zwar ganz nach vorne, aber seine Klassenkameraden konnte er trotzdem nicht sehen.© Foto: Benjamin Glöckner
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Schüler der Äckernschule ließen sich am Montag von Verkehrssicherheitsberater Matthias Heisig über die Gefahren des toten Winkels aufklären. Statt graue Theorie zu vemritteln, ließ der Experte die Schüler selbst ins Fahrzeug steigen.
11.04.2011
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Robin beugte sich zwar ganz nach vorne, aber seine Klassenkameraden konnte er trotzdem nicht sehen.© Foto: Benjamin Glöckner
Schulleiterin Cäcilia Halfmann musste mit eigenen Augen sehen, dass wirklich alle 45 Kinder im Toten Winkel verschwanden.© Foto: Benjamin Glöckner
Auch Lehrer Martin Rusche war erstaunt, dass er die Kinder vor dem LKW nicht sehen konnte.© Foto: Benjamin Glöckner
"Ich will! Ich will!" Jeder wollte in das Führerhaus des LKW, den die Firma Wüllhorst zur Verfügung stellte.© Foto: Benjamin Glöckner
Der zehnjährige David macht sich ein genaues Bild vom Toten Winkel.© Foto: Benjamin Glöckner
Bis zu 14 Kinder verschwanden vor dem LKW im Toten Winkel.© Foto: Benjamin Glöckner
Auf der rechten Seite des LKW passen alle 45(!) Kinder aus der 4b und der 4c in den Toten Winkel.© Foto: Benjamin Glöckner
Neue Zusatzspiegel machen den Toten Winkel vor und neben dem LKW zwar so klein wie möglich, aber alle Bereiche kann man damit auch nicht abdecken, so Rainer Rys von der Firma Wüllhorst.© Foto: Benjamin Glöckner
Heinz Willi Quante (l.), Bezirksbeamte für Bork, und Matthias Heisig benutzten ein Seil, um den Bereich des Toten Winkels zu markieren.© Foto: Benjamin Glöckner
Bis zu 14 Kinder verschwanden vor dem LKW im Toten Winkel.© Foto: Benjamin Glöckner
Auch Lehrer Martin Rusche war erstaunt, dass er die Kinder vor dem LKW nicht sehen konnte.© Foto: Benjamin Glöckner
Robin beugte sich zwar ganz nach vorne, aber seine Klassenkameraden konnte er trotzdem nicht sehen.© Foto: Benjamin Glöckner
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Der vordere Bereich eines LKW ist aber nur einer von vielen Toten Winkeln, wie das praktische Experiment auf dem Schulhof der Äckernschule bewies. Am Montagmorgen war der Verkehrssicherheitsberater Matthias Heisig nach Bork gekommen, um die Kinder für die Toten Winkel an einem LKW zu sensibilisieren. Denn die sind immer wieder für schwere Unfälle verantwortlich, wie der Beamte vom Kommissariat Vorbeugung betonte.

Der tragische Fall ereignete sich 2009 in Kamen: Dort wurde eine 85-jährige Frau beim Überqueren eines Zebrastreifens tödlich verletzt, weil der Fahrer eines LKW die Seniorin vor seinem Fahrzeug einfach nicht sehen konnte. Doch auch die rechte Seite eines Lasters ist extrem gefährlich: Matthias Heisig und der Bezirksbeamte Heinz-Willi Quante spannten ein Seil vom Außenspiegel aus und markierten so den Bereich, der vom Fahrer des LKW nicht eingesehen werden konnte. Alle 45(!) Kinder der Klassen 4b und 4c passten in diesen Toten Winkel. Schulleiterin Cäcilia Halfmann musste das mit eigenen Augen sehen und stieg ebenfalls ins Führerhaus. Doch auch sie konnte kein Kind erkennen.

So zeigte sich schnell, dass die Theorie einfach nicht ausreicht, so Matthias Heisig. Erst wenn man es selber ausprobiert hat, kann man glauben, wie riesig die Toten Winkel sein können. Deswegen sollte man mit seinem Fahrrad immer deutlich vor oder weit rechts hinter dem LKW stehen und am besten warten, bis er abgefahren oder abgebogen ist. Weitere gefährliche Stellen sind hinter dem LKW und auf der linken Fahrerseite. Seit 2009 sind zwar alle neuen LKW mit zusätzlichen Spiegeln ausgerüstet, die die Toten Winkel enorm verkleinern, „aber es sind immer noch Millionen Fahrzeuge unterwegs, die ohne diese Zusatzspiegel über die Straßen fahren“, warnte Matthias Heisig.

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