Das Jugendheim St. Josef wird schon bald nicht mehr stehen. © Günther Goldstein
Abriss

Abrissarbeiten am alten Jugendheim in Selm sind gestartet

Für das ehemalige Jugendheim der Kirche St. Josef in Selm haben die letzten Tage geschlagen. Die Abrissarbeiten laufen. Schon bald rückt dann der große Bagger an.

Die Arbeiten für den Abriss des ehemaligen Jugendheims St. Josef an der Kreisstraße in Selm sind gestartet. „Das Gebäude wird gerade entkernt“, erklärt Pfarrer Claus Themann von der Pfarrgemeinde St. Ludger. Das bedeutet: Arbeiter machen sich gerade am Innenleben des Gebäudes zu schaffen. Davon zeugen auch die großen, grünen Container, die hinter dem Gebäude stehen.

Zwischenzeitlich diente das Jugendheim noch einmal als Unterschlupf für das Jugendzentrum Sunshine, bevor dieses wieder in seine renovierte Bleibe am Sandforter Weg ziehen konnte. Nun dauert es aber nicht mehr lange, bis das Jugendheim Geschichte ist. Der große Bagger, der den Abriss vollenden soll, wird in der zweiten Januar-Hälfte erwartet. Er wird etwa drei Tage für den Abbruch brauchen, wie Themann erklärt. Die Abbrucharbeiten insgesamt sollen bis spätestens Mitte Februar erledigt sein. Das sei aber auch wetterabhängig.

Projekt hat sich hingezogen

Dass das Jugendheim abgerissen werden soll, steht schon lange fest. Anfang 2020 hatte Claus Themann noch gehofft, dass der Abriss 2020 auch erledigt sein würde. Dass sich alles verschoben hat, hat vor allen Dingen mit einer weiteren Planung zu tun. „Wir hatten geplant, dass der Abriss parallel mit der Erstellung der Erschließungsstraße laufen könnte“, sagt Themann.

Aktuell läuft die Entkernung des Gebäudes. © Günther Goldstein © Günther Goldstein

Damit ist das Straßenstück neben dem neuen Jugendheim FindUs gemeint, das zur Neuen Werner Straße verlängert werden soll und somit einen Zuweg für die Kita St. Josef bieten soll. „Das hat sich aber hingezogen“, sagt Themann. Unter anderem deshalb, weil wegen neuer Auflagen eine neue Abwasserplanung für das Gelände vorgenommen werden musste. So hat man die beiden Bauprojekte nun doch voneinander entkoppelt. „Beim Thema Erschließungsstraße kommen wir jetzt in die Phase der Ausschreibung“, sagt Themann. Hier geht der Pfarrer von einem Baustart in 2021 aus.

Dann ist das Jugendheim schon lange abgerissen. Der Ort, wo das Heim aktuell noch steht, bleibt aber erst mal ganz unbebaut. „Dort wird erst mal eine grüne Wiese eingesät“, erklärt Themann. Pläne für das Gelände gibt es aber schon. „Für die Fläche zwischen dem alten Pfarrhaus und der Kita sind wir im Gespräch mit einem Interessenten“, sagt der Pfarrer. Dieser würde dort bauen wollen. Was genau, das möchte der Pfarrer noch nicht sagen, bevor alles in trockenen Tüchern ist. 2020 hatte es Gespräche mit Investoren gegeben, die Wohngruppen für Menschen mit mit Einschränkungen anbieten wollten.

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Ich bin neugierig. Auf Menschen und ihre Geschichten. Deshalb bin ich Journalistin geworden und habe zuvor Kulturwissenschaften, Journalistik und Soziologie studiert. Ich selbst bin Exil-Sauerländerin, Dortmund-Wohnerin und Münsterland-Kennenlernerin.
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Sabine Geschwinder

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